Trotz Pechs mit Teamzeitfahren sehr zufrieden

Van Aert happy: “Fühle mich seit drei Tagen richtig wohl“

Von Felix Mattis

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Wout Van Aert (Jumbo - Visma) nach seinem Sieg auf der 1. Etappe der Tour of Britain. | Foto: Cor Vos

08.09.2021  |  (rsn) - 20 Sekunden Zeitverlust auf Ineos Grenadiers und dadurch ein Rückstand von 16 Sekunden auf den neuen Spitzenreiter Ethan Hayter in der Gesamtwertung – das war die Bilanz aus dem Mannschaftszeitfahren der 3. Etappe bei der Tour of Britain für Jumbo – Visma-Kapitän Wout Van Aert. Doch der Belgier, der am Sonntag die Auftaktetappe gewonnen hatte, war glücklich.

"Wir haben sehr gut zusammengearbeitet", meinte Van Aert und betonte: "Ich persönlich fühle mich hier seit drei Tagen richtig wohl. Auch mit diesem Zeitfahren bin ich sehr zufrieden."

Und das konnte er auch, denn die Leistung der niederländischen Mannschaft musste in Relation gesetzt werden: Denn erstens verloren Van Aert, Tony Martin, George Bennett und Pascal Eenkhorn auf den letzten 1,5 Kilometern noch einige Sekunden, weil der Niederländer Eenkhorn einen Reifenschaden hatte und mit plattem Pneu ins Ziel kommen musste. Übrigens: Dass Van Aert sich auf den letzten Metern nach Eenkhorn umdrehte, laut schrie und ihn herbei wank, stellte der Belgier nach dem Rennen richtig. Er sei nicht frustriert oder sauer gewesen, sondern habe Eenkhorn angefeuert, schilderte Van Aert auf Twitter.

Und zweitens war man von Beginn an benachteiligt gestartet: Chris Harper musste die Tour of Britain am Montag nach seinem Sturz aufgeben, so dass das Team am Dienstag nur noch zu fünft an den Start des Mannschaftszeitfahrens ging. Und dass dort jeder Mann zählte, sah man bei allen Teams: Nahezu jeder Mannschaft ließ zwei Mann anfangs Vollgas fahren und sich verausgaben, um die anderen Vier zu schonen und am Ende mit diesen Vieren ins Ziel zu kommen. Jumbo – Visma konnte dafür nur Gijs Leemreize nutzen.

"Wir hatten einen tollen Plan. Gijs fuhr sich zu Beginn im Dienste des Rests leer. Dadurch konnten wir etwas Energie sparen", erklärte Van Aert. "Tony und ich waren dann die großen Motoren. Wir haben ein paar sehr intensive Führungen gefahren."

Bereinigt vom Sturzpech des Montags und Materialpech des Dienstags hätte Jumbo – Visma wohl durchaus auf Augenhöhe mit Ineos Grenadiers liegen können. Das glaubte auch der Sportliche Leiter Jan Boven. "Wir haben durch die Kurven etwas Zeit verloren (nach Eenkhorns Platten, Anm. d. Red.). Sonst wären wir den Siegern nahgekommen, glaube ich. Es sagt viel über die Mannschaft aus, dass wir trotzdem wieder um den Sieg gekämpft haben", so der Niederländer.

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