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Ausreißer belegt Rang 17 beim Münsterland Giro

Bergfloh Tarlton hielt auf der Windkante mit Cavendish & Co mit

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Bergfloh Tarlton hielt auf der Windkante mit Cavendish & Co mit"
Alex Tarlton (Lotto - Kern Haus) beim Münsterland Giro | Foto: Cor Vos

03.10.2021  |  (rsn) - Die deutschen Kontinental-Teams hatten sich für die 15. Austragung des Münsterland Giros (1.Pro) zum Ziel gesetzt, zumindest in der Ausreißergruppe des Tages mitzumischen Mit Alexander Tarlton (Lotto - Kern Haus), Jakob Geßner (Nationalteam) und Albert Gathemann (Dauner Akkon) schafften auch auch drei Nachwuchsfahrer den Sprung in die sechsköpfige Spitzengruppe um Routinier Philipp Walsleben (Alpecin - Fenix). Der stärkste Akteur des Trios war dabei eindeutig Tarlton.

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Während seine beiden Kontinental-Kollegen im Rennverlauf die Spitzengruppe nicht mehr halten konnten, war der 20-Jährige auch nach dem Zusammenschluss mit der prominent besetzten Verfolgergruppe um den späteren Sieger Mark Cavendish, Alvaro Hodeg (beide Deceuninck - Quick-Step), André Greipel (Israel Start-Up Nation) und Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) noch bis tief ins Finale hinein an der Spitze des Rennens zu finden.

Dabei rollte Tarlton nicht nur mit, sondern sicherte sich gleich drei der fünf Bergpreise, was ihm den Sieg in der Bergwertung einbrachte. Zudem rollte er  als bester deutscher Kontinental-Fahrer über den Zielstrich in Münster und beendete das Rennen zum deutschen Saisonabschluss auf dem 17. Platz.

"Alex ist ein superstarkes Rennen gefahren. Er war einer der stärksten Fahrer in der Gruppe", erklärte sein Teamchef Florian Monreal gegenüber radsport-news.com. Monreal hatte seinem Schützling gar ein noch besseres Ergebnis zugetraut. "Aber leider hat sich die Spitzengruppe kurz vor der zweiten Sprintwertung geteilt und da war Alex hinten."

Aber auch wenn Tarlton den Sprung nach ganz vorne im Finale verpasst hatte, so war die Leistung an der Seite der WorldTour-Profis beeindruckend. Zumal der Youngster mit seinen 55 Kilogramm ein Bergfloh ist, dem ein Windkantenrennen wie im Münsterland nicht auf den Leib geschneidert ist.

Doch mit einer guten Form und dem richtigen Blick gelang es Tarlton, sich  schadlos zu halten. "Es war ein richtiges Männerrennen, wie man sieht wie sich die Gruppe vorne auseinandergenommen hat, Titelverteidiger Hodeg mit Krämpfen zurückgefallen war und auch Greipel an der letzten Welle abgeplatzt ist", ordnete Monreal die Leistung ein.

Nun fährt Lotto - Kern Haus auch zuversichtlich nach Frankreich zur U23-Austragung von Paris - Tours am kommenden Wochenende. "Darauf ist jetzt unser Fokus gerichtet. Wir schauen, was wir da noch einfahren können", sagte Monreal.

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