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Coach Lamberts verordnet lange Pause

Van Aert: Später Einstieg in den Cross, Fragezeichen hinter WM

Foto zu dem Text "Van Aert: Später Einstieg in den Cross, Fragezeichen hinter WM"
Wout van Aert gewann bei der Tour of Britain seine dritte Etappe. | Foto: Cor Vos

06.10.2021  |  (rsn) – Nach dem kräftezehrenden Paris-Roubaix am letzten Sonntag hatte sich Wout Van Aert (Jumbo – Visma) bereits in den Urlaub verabschiedet. An die Cross-Saison, so seine Aussage von vor drei Tagen, habe er noch keine Gedanken verschwendet. Und das wird vorerst wohl auch so bleiben, denn sein Trainer Marc Lamberts hat seinem Schützling eine möglichst lange Pause verordnet: 

"Er soll sich lieber eine Woche länger als eine Woche kürzer ausruhen. Mir ist egal, in welcher Form er dann ist und wie es mit seinem Gewicht aussieht", so Lamberts.

In seiner Auszeit mit Familie und Kind wird Van Aert nach eigenen Angaben zwar ab und an die Laufschuhe schnüren, doch "das Rad bleibt in der Ecke stehen", kündigte er gegenüber De Tribune an. Die Cross-Saison werde er entsprechend auch nicht vor Ende November oder Dezember beginnen, ein konkretes Rennprogramm habe er dafür auch noch nicht vor Augen.

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Lamberts erklärte gegenüber Het Laatste Nieuws, dass für Van Aert drei oder vier Wochen Pause vorgesehen seien. "Dadurch wird er ziemlich viel von seiner aktuellen Fitness einbüßen", so der Coach, der entsprechend nicht davon ausgeht, dass Van Aert bei den explosiven Crossrennen direkt wird auf Sieg fahren können. "Im Zweifelsfall bauen wir seine Form ganz neu auf", verriet er.

Den konkreten Winterfahrplan, vor allem mit Blick auf die Straßensaison, wird der 26-Jährige mit den beiden Jumbo-Visma-Coaches Merijn Zeeman und Mathieu Heijboer besprechen. Spannend wird dabei die Frage sein, ob Van Aert die Cross-WM in den USA Ende Januar, nur einen Monat vor Beginn der flämischen Straßensaison, fahren wird. "Aus Trainingssicht würde man ihm raten, es nicht zu tun. Aber es gibt auch noch andere sportliche Aspekte, die berücksichtigt werden müssen", so Lamberts, der erklärte, dass man mit Jumbo – Visma einen "guten Kompromiss finden" müsse.

Gut möglich, dass dann bei den Gesprächen auch Marc Reef mit am Tisch sitzt. Der Niederländer war bisher bei DSM als Coach tätig und wird sein Wissen nun bei der nationalen Konkurrenz gewinnbringend einbringen. "Marc übt seinen Job als Coach mit großer Hingabe aus. Er ist taktisch versiert und dazu noch ein netter Mensch und guter Teamplayer", erklärte Zeeman, der Reef nun übergeordnete Sportdirektor bei Jumbo – Visma.

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