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RSN-Rangliste, Platz 47: Felix Ritzinger

Immer wieder vor den großen Wettkämpfen im Pech

Von Peter Maurer

Foto zu dem Text "Immer wieder vor den großen Wettkämpfen im Pech"
Felix Ritzinger | Foto: Cor Vos

18.11.2021  |  (rsn) – Vom Mountainbikesport wechselte Felix Ritzinger vor einigen Jahren auf die Straße. Der 1,91 Meter große Wiener entwickelte sich zu einer der Stützen im WSA KTM Cycling Team von Christoph Resl, ist neben seinen Zeitfahrqualitäten auch ein starker Mann für Fluchtgruppen oder den Leadout rund um Daniel Auer oder Valentin Götzinger. 2021 war ein starkes Jahr für den 24-Jährigen, der aber mit einigen Sturzverletzungen zu kämpfen hatte.

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"Ich habe eine recht gute Saison abgeliefert, insbesondere im ersten Drittel. Dort waren vielversprechende Tage in Fluchtgruppen mit dabei, in Slowenien schaute sogar ein zweiter Platz heraus", bilanzierte Ritzinger gegenüber radsport-news.com. Lediglich dem Italiener Mirco Maestri (Bardiani – CSF – Faizane) musste er sich nach 173,6 Kilometern beim Grand Prix Slovenia geschlagen geben. Aus einer sechsköpfigen Spitzengruppe heraus sprintete der Österreicher dort um den Tagessieg.

Am Ende waren es aber oft Stürze oder Erkrankungen, die bessere Ergebnisse verhinderten. So erlitt der Wiener auf der finalen Etappe von Belgrade Banjaluka eine Gehirnerschütterung und fiel für einen Monat aus. Auch bei der Friaul-Rundfahrt im Herbst ging er schwer zu Boden, blieb ohne Brüche, kämpfte sich aber mit Schürfwunden durch die folgenden Europa- und Weltmeisterschaften, wo er Österreich in den Teamstaffeln und im Einzelzeitfahren vertrat.

20. bei der Zeitfahr-EM, 37. bei der Zeitfahr-WM

"Der Aufbau für die zweite Saisonhälfte war schon vielversprechend, aber eine Mandelentzündung und dann der Sturz im Friaul waren nicht hilfreich. Insofern bin ich mit dem 20. Platz bei den Europameisterschaften sehr zufrieden und auch stolz darauf", so Ritzinger, der bei der WM dann zehn Tage später auf Rang 37 landete: "Dort habe ich aber keinen guten Tag erwischt."

Bei den Nationalen Meisterschaften im Zeitfahren eroberte er hinter dem Vorarlberger Matthias Brändle (Israel Start-Up Nation) die Silbermedaille, sein zweiter Stockerlplatz in diesem Jahr. "Das war eines der großen Saisonziele, die ich mir vorher gesteckt habe", meinte Ritzinger, der 2020 als Dritter dort ebenfalls auf dem Podium stand.

Vor Chrono des Nations von Auto umgefahren

Seinen Saisonabschluss gab er ebenfalls bei einem Zeitfahren, dem Chrono des Nations in Herbiers - und irgendwie war der Auftritt ein Spiegelbild des gesamten Jahres, durch das sich Pech kurz vor Wettkämpfen wie ein roter Faden zog. Denn in Frankreich wurde er bei der Streckenbesichtigung von einem Auto abgeschossen. Zum Glück trug Ritzinger keine größeren Verletzungen davon und konnte sogar noch am Rennen teilnehmen, welches er auf Rang 14 abschloss: "Mit den Schürfwunden konnte ich nicht in meine optimale Position gehen, aber das Ergebnis gibt mir viel Hoffnung für das kommende Jahr."

Dieses wird er erneut im Trikot von WSA KTM Graz absolvieren. "Ich hoffe auf einen weiteren Sprung im Zeitfahren und möchte auch bei einem UCI-Rennen wieder ganz oben stehen", blickte der 24-Jährige voraus, der ähnlich wie Teamkollege Daniel Auer auch Ambitionen auf der Bahn anmeldete: "Ich will dort auch mehr internationale Bewerbe fahren und sehen, wie weit ich da komme."

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