RSN-Rangliste, Platz 43: Lennard Kämna

2021 war kein verlorenes Jahr

Von Christoph Adamietz

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Lennard Kämna (Bora - hansgrohe) | Foto: Cor Vos

20.11.2021  |  (rsn) – Nachdem er 2020 mit Etappensiegen bei der Tour de France und dem Criterium du Dauphiné den Sprung in die Weltspitze geschafft hatte, startete Lennard Kämna (Bora – hansgrohe) mit großen Erwartungen in sein bereits sechstes Profijahr.

Obwohl er erst Ende März bei der Katalonien-Rundfahrt in die Saison einstieg, lief es beim spanischen Traditionsrennen rund. Nach dem vierten Platz zum Auftakt holte sich Kämna auf der 5. Etappe den dritten Profisieg seiner Karriere und konnte so auch leicht verschmerzen, dass es im Schlussklassement nur zu Rang 31 reichte. “Mit der Katalonien-Rundfahrt war ich sehr zufrieden, ich hatte dort eine super Form, konnte die Rennen aktiv gestalten. Es hat mega Spaß gemacht“, blickte Kämna gegenüber radsport-news.com auf das Rennen zurück.

Dann allerdings hatte er mit gesundheitlichen Probleme zu kämpfen, so dass der 25-Jährige erst zwei Monate später zur Algarve-Rundfahrt ins Peloton zurückkehren konnte. Rang 51 im Gesamtklassement war nicht ganz das, was der Vorjahressiebte sich in Portugal vorgestellt hatte. “Die Algarve-Rundfahrt lief durchschnittlich. Es war okay, von der Leistung her in Ordnung“, befand Kämna, der dann aber eine weitere Pause einlegen musste und schließlich seine Saison vorzeitig beendete.

Das geschah allerdings nicht aufgrund einer Erkrankung oder einer Verletzung, sondern vielmehr, weil der Tour-Etappensieger von Villard-de-Lans so eine Probleme mit dem Leben als Radprofi hatte. “Ich habe es verpasst, mich für andere Dinge zu öffnen, andere Interessen zu entwickeln. Ich habe die Zeit, in der ich aus meinem Tunnel als Leistungssportler raus musste, nicht gut verkraftet“, erklärte er im Gespräch mit dem Weser-Kurier.

In Südafrika Comeback nach fünfmonatiger Pause

Nach fünfmonatiger Pause kehrte Kämna schließlich wieder aufs Rad zurück und bestritt im Oktober gemeinsam mit seinem Teamkollegen Ben Zwiehoff in Südafrika das berühmte Mountainbikerennen Cape Epic. “Es war eine besondere Erfahrung und für mich auch wichtig, noch mal im Sattel zu sitzen, eine Startnummer am Rücken zu haben und so ein bisschen die Atmosphäre vom Radrennen aufzusaugen. Es war ein gutes Gefühl“, sagte Kämna, der das Cape Epic als “schönen Start in meine Vorbereitung auf 2022“ bezeichnete.

Obwohl er auf nur zwölf Renntage auf der Straße kam, “würde ich 2021 nicht als verlorenes Jahr bezeichnen. In radsportlicher Hinsicht war es sicherlich nicht groß gewinnbringend, dennoch war es für mich persönlich ein gutes Jahr“, betonte Kämna, der seine Erwartungen an die kommende Saison nicht zu hoch schrauben wollte.

“Inwieweit ich wie 2020 fahren kann, kann ich jetzt noch nicht beurteilen“, sagte er. Allerdings geht Kämna von “einer normalen Saison 2022“ aus. “Ich bin gut ins Training gestartet und bin guter Dinge, dass es im nächsten Jahr funktionieren wird. Ich merke, dass der Körper die Reize annimmt“, schloss er.

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