Ineos-Coach Artexte optimistisch

Kehrt Bernal noch in diesem Jahr ins Feld zurück?

Foto zu dem Text "Kehrt Bernal noch in diesem Jahr ins Feld zurück?"
Egan Bernal (Ineos Grenadiers) | Foto: Cor Vos

12.03.2022  |  (rsn) – Sollte sich Egan Bernal (Ineos Grenadiers) weiter so gut von den schweren Verletzungen erholen, die er sich bei seinem Trainingsunfall im Januar in Kolumbien zugezogen hat, könnte er noch in dieser Saison ins Peloton zurückkehren.

Davon zeigte sich sein Trainer Xabier Artexte überzeugt. “Wenn wir an die übliche Zeit denken, die für eine Regeneration benötigt wird, wäre die Antwort nein“, sagte Artexte gegenüber La Gazzetta dello Sport, um dann zu ergänzen: "Aber Egan ist ein Spitzensportler und auch seine Regenerationsfähigkeiten sind überdurchschnittlich. Er arbeitet daran, so schnell wie möglich zurückzukommen. Es könnte 2023 sein, aber auch Ende dieses Jahres. Wir dürfen es nicht keinesfalls ausschließen."

Der 25-jährige Bernal hat noch einen langen Rehabilitationsprozess vor sich, bei dem er von Physiotherapeuten und Ärzten weiter begleitet wird. In den Sozialen Medien präsentiert der Kolumbianer regelmäßig seine Fortschritte. Zuletzt zeigte er sich auf einem Ergometer, auf dem er an seiner muskulären Stabilität arbeitet. Am Samstag stellte er bei Twitter ein Foto von sich im Ineos-Trikot online, auf dem er auf der Rolle fährt. All diese Fortschritte stimmen seinen Coach optimistisch.

Artexte glaubt an Bernals Rückkehr an die Weltspitze

Bernal hatte sich bei dem grässlichen Unfall, zu dem es kam, als er im Training mit seinem Zeitfahrrad ungebremst mit 65 km/h auf einen parkenden Buss prallte, nicht weniger als 20 Frakturen zugezogen, darunter solche an der Wirbelsäule, am Oberschenkelknochen und an der Kniescheibe. Er verbrachte eine Woche auf der Intensivstation und befand sich in Lebensgefahr. Wie es hieß, sollen die Ärzte eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Querschnittslähmung prognostiziert haben.

Nun glaubt Artexte sogar, dass Bernal auf Weltklasseniveau zurückkehren und vielleicht sogar wieder ein Grand-Tour-Anwärter werden könnte. "Ich habe dem Mannschaftsarzt immer gesagt: Ja, ich habe Vertrauen, dass er auf das höchste Niveau zurückkehren wird", sagte Artexte: “Ich weiß, dass das, was ich sage, keine wissenschaftliche Grundlage hat, weil man nicht wissen kann, was passieren wird. Aber ich sehe, dass er arbeitet.“ Zudem zeigte sich der Coach davon überzeugt, dass Bernal den Unfall auch mental gut verarbeiten wird. "Er ist motiviert und hat ein unglaubliches Verlangen, zurückzukehren. Es wird auch psychisch stärker sein“, fügte er an.

Bernal wird demnächst in einem Schwimmbecken weiter an seiner Genesung arbeiten und auf einem vom Teamsponsor Tacx bereitgestellten Heimtrainer fahren. Bis er wieder auf der Straße trainieren kann, wird es noch etwas dauern. “Die Wunden sind verheilt und er kann im Schwimmbad arbeiten und Hydrotherapie machen“, sagte Artexte. "Fahren? Es kommt vor allem auf seinen Rücken an, denn Knie und Hüfte sind schon okay“, schloss er.

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Tour de France (2.UWT, FRA)
  • Radrennen Männer

  • Int. Österreich-Rundfahrt - (2.1, AUT)