Souveräner Sieg vor Kopecky beim Nokere Koerse

Drei aus drei: Wiebes macht sich verfrühtes Geburtstagsgeschenk

Von Felix Mattis

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Lorena Wiebes (Team DSM) setzt sich am Nokereberg überlegen vor Lotte Kopecky (SD Worx, hinten) durch. | Foto: Cor Vos

16.03.2022  |  (rsn) - Lorena Wiebes (Team DSM) hat am Nokereberg bei der dritten Auflage des Nokere Koerse (1.Pro) ihren dritten Sieg innerhalb von einer Woche eingefahren. Die Niederländerin, die auch die Premiere des Rennens vor drei Jahren gewonnen hatte, setzte sich einen Tag vor ihrem 23. Geburtstag mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt im ansteigenden Finale am Nokereberg auf Kopfsteinpflaster mit mehreren Radlängen Vorsprung vor der Belgischen Meisterin Lotte Kopecky (SD Worx) durch. Dritte wurde die italienische Ex-Weltmeisterin Marta Bastianelli (UAE Team ADQ).

Vor genau einer Woche hatte Wiebes sich beim GP Oettingen vor Chiara Consonni (Valcar – Travel & Service) durchgesetzt, die in Nokere nun Vierte wurde. Am Samstag dann folgte der Sieg beim zweiten Women's WorldTour-Rennen der Saison, der Ronde van Drenthe, vor Weltmeisterin Elisa Balsamo (Trek – Segafredo) und ebenfalls Kopecky.

Geprägt wurde das 125,9 Kilometer lange Nokere Koerse durch viele Stürze und konstant hohes Tempo. Früh mussten dabei auch Wiebes' DSM-Teamkolleginnen Franziska Koch und Pfeiffer Georgi das Rennen aufgeben. Ausreißversuche gab es kaum, einzig Mieke Kröger (Human Powered Health) schaffte es für einige Zeit, ein erwähnenswertes Solo anzusetzen.

Hohes Tempo, wenige Ausreißversuche, viele Stürze

33 Kilometer vor Schluss kam es auf der ersten von zwei großen Schlussrunden zwischen Waregem und Kruisem zu einem weiteren Sturz im Kopfsteinpflasteranstieg der Lange Astsraat, durch den die Australierin Chloe Hosking (Trek – Segafredo) zur Aufgabe gezwungen wurde.

Auf der Schlussrunde gelang dem niederländischen Team Parkhotel Valkenburg 20 Kilometer vor Schluss ein nicht allzu oft zu sehender Coup: Zu dritt spannte man sich mit Vollgas vors Feld, eine ließ plötzlich die Beine hängen und schon waren Femke Markus und Mischa Bredewold zu zweit ausgerissen. Das Duo fuhr schnell 20 Sekunden heraus und konnte diesen Vorsprung für rund zehn Kilometer halten, bei der zweiten Passage des Kopfsteinpflasters in der Lange Aststraat bei Huise aber war die Flucht vorbei.

Mit einem rund 50 Fahrerinnen starken ersten Feld wurden dann die letzten zehn Kilometer absolviert. Romy Kasper (Jumbo – Visma) versuchte es dabei auf einem weiteren Kopfsteinpflasterfeldweg sechs Kilometer vor Schluss noch mit einem Vorstoß, den aber Christine Majerus (SD Worx) vereitelte, so dass es geschlossen in den Zielort Nokere und an den kurzen Schlussanstieg zum Zielstrich ging.

Auf den 350 gepflasterten Schlussmetern, die mit 5,7 Prozent anstiegen, zündete Wiebes dann ihren Turbo als erste, riss sofort eine Lücke und setzte sich souverän mit mehreren Radlängen Vorsprung vor Strade Bianche-Siegerin Kopecky durch.

Auch im Schlussspurt kam es noch einmal zu einem Sturz, weil Arianna Fidanza (BikeExchange – Jayco) zwischen Marjolein Van't Geloof (Wahoo – Le Col) und Chiara Consonni (Valcar – Travel & Service) der Platz ausging und die Italienerin mit einem Salto zu Boden ging.

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