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02.04.2022 | (rsn) - Neben Max Kanter (Movistar), Kim Heiduk (Ineos Grenadiers), Niklas Märkl (DSM) und Jannik Steimle (Quick-Step Alpha Vinyl) gibt mit Felix Groß (UAE Team Emirates) ein fünfter deutscher Profi sein Debüt bei der Flandern-Rundfahrt. Wie Märkl und U23-Meister Heiduk wurde auch der 23-Jährige wegen einiger Ausfälle von seinem Team kurzfritig ins Aufgebot berufen. Bei der 106. Ronde wird er als Helfer von Tadej Pogacar gefordert sein.
"Am Mittwoch kam der Anruf, dass ich einspringen soll und darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut", berichtete Groß gegenüber radsport-news.com und fügte an: "In meiner ersten vollen Profisaison gleich eines der großen Monumente fahren zu dürfen, damit hätte ich nicht gerechnet."
Das Kopfsteinpflaster ist dem Bahn- und Sprintspezialisten allerdings schon bekannt. In dieser Saison bestritt Groß schon sieben Eintagesrennen in Flandern, der Wallonie und in Frankreich. Bei sechs davon erreichte er auch das Ziel, nur bei der schweren E3 Classic vor gut einer Woche stieg er vorzeitig vom Rad.
"Bei den Rennen in Belgien habe ich mich wacker geschlagen, meine Aufgaben erledigt und dabei auch noch eine Menge gelernt. Das Team war mit mir sehr zufrieden", blickte der Feuchtwangener zurück. Vor allem die E3 Classic mit den zahlreichen Hellingen und Kopfsteinpflasterpassagen waren "ein Vorgeschmack" darauf, was Groß am Sonntag bei der großen Flandern-Rundfahrt erwartet - nur dass die Ronde nochmals 70 Kilometer länger sein wird.
"Im Rennen bin ich diese Distanz noch nicht gefahren, aber immerhin schon im Training", spielte er auf die 272 Kilometer zwischen Antwerpen und Oudenaarde an. "Mal schauen, wie ich es verkrafte", zeigte sich Groß selbst auch schon gespannt, wie er sich schlagen wird.
Groß erwartet einen harten Kampf: "Stelle mich auf 150 Prozent Arbeit ein"
270 Trainingskilometer werden es jedenfalls nicht werden, denn mit Pogacar hat UAE Emirates nicht nur einen Podiumsanwärter am Start. Der Tour-Sieger ist auch ein Fahrer, der an sich und seine Teamkollegen hohe Ansprüche stellt. "Wenn man mit Pogi zusammenfährt, dann kann man sich darauf einstellen, dass man 150 Prozent Arbeit verrichten muss", scherzte Groß, um ernsthaft anzufügen: "Pogi will um den Sieg fahren. Das Rennen ist lang und es wird sehr schwer. Hinzu kommen ja noch die extremen Temperaturen, das wird ein Kampf", blickte Groß voraus.
Trotz all der zu erwartenden Schwierigkeiten zeigte sich der Ronde-Debütant optimistisch: "Ich freue mich, mein Potenzial bestmöglich auszuschöpfen und mich voll für ihn aufzuopfern. Mal sehen, wie lange meine Körner dann reichen."
Die Flandern-Rundfahrt ist zudem sein erster gemeinsamer Renneinsatz mit Pogacar, ein solcher war für diese Saison auch nicht geplant. Doch durch seine Nachnominierung wird Groß nun die Ehre zuteil, für den aktuell wohl besten Fahrer im Peloton ackern zu dürfen. "Pogi ist ein toller Kerl. Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung, ich freue mich auch mehr als dass ich aufgeregt bin. Mit Pogi Rennen zu fahren und dann gleich bei einem so großen Klassiker, das macht mich sehr glücklich", betonte er.
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