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02.05.2022 | (rsn) - Nach einer nahezu perfekten Woche in der Westschweiz, in der er nicht nur eine Etappe und die Gesamtwertung der Tour de Romandie für sich entscheiden konnte, sondern auch nie schlechter als Tageszwölfter war, schiebt sich Aleksandr Vlasov (Bora – hansgrohe) in den Kreis der Mifavoriten für die am 1. Juli in Kopenhagen beginnende Tour de France. Seine Position als Kapitän der Raublinger Mannschaft unterstrich der Russe jedenfalls eindrucksvoll.
Nach Felix Großschartner (Türkei-Rundfahrt2019), Maximilian Schachmann (Paris-Nizza 2020, 2021) und Sergio Higuita (Baskenland-Rundfahrt 2022) sorgte Vlasov für den nächsten Bora-hansgrohe-Gesamtsieg bei einem Etappenrennen der höchsten Kategorie. Zudem zeigte der Bora-Neuzugang erneut eine fast makellose Vorstellung. Die Serie des 26-Jährigen ist beeindruckend: Auf Platz drei zum Saisoneinstand bei der Trofeo Pollenca – d’Andratx folgten der Gesamtsieg bei der Valencia-Rundfahrt und ein vierter Gesamtrang bei der UAE-Rundfahrt.
Beim Grand Prix Miguel Indurain wurde Vlasov Zweiter, die kurz darauf folgende Baskenland- Rundfahrt beendete er als Dritter. Bei den Ardennenklassikern sprang er für die angeschlagenen Bora-Kapitäne Maximilian Schachmann und Patrick Konrad in die Bresche, holte als jeweiliger Debütant den dritten Rang beim Fleché Wallonne und wurde Vierzehnter bei Lüttich-Bastogne-Lüttich.
In der Romandie gelangen die ersten beiden WorldTour-Siege
Der überlegen herausgefahrene Sieg im abschließenden Bergzeitfahren der Tour de Romandie, mit dem er sich auch die Gesamtwertung sicherte, war quasi die Kirsche auf dem Kuchen. “Das ist mein erster WorldTour-Sieg und auch das erste Mal, dass ich eine Gesamtwertung in der WorldTour gewonnen habe, das ist fantastisch“, freute sich Vlasov nach seinem Doppelschlag am Sonntag.
Nach seinen starken Vorstellungen in dieser Saison war Vlasov der erklärte Favorit auf den Rundfahrtsieg in der Romandie, aber die Vorschusslorbeeren mussten noch in ein Ergebnis umgewandelt werden. “Ich wusste, dass ich in guter Form bin und dass ich das Rennen gewinnen kann“, erklärte Vlasov, auf den nun zum Auftakt der unmittelbaren Vorbereitung auf die Tour de France ein Höhentrainingslager wartet.
Sein nächster Renneinsatz ist dann wieder in der Schweiz, wo er bei die Tour de Suisse bestreiten wird. Präsentiert sich Vlasov dort auch so eindrucksvoll wie in der Romandie, werden wohl keine Zweifel an den Tour-Ambitionen aufkommen. Denn auch wenn Bora – hansgrohe zu Saisonbeginn ankündigte, bei der Frankreich-Rundfahrt eher auf Etappenjagd als auf das Klassement zu gehen, so scheint Vlasov durchaus in der Lage, das Podium anzupeilen – zumal ihm eine starke Helferriege zur Verfügung stehen dürfte.
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