Wie 2020 im Bergtrikot des Giro

Zabel Schnellster an der Bergwertung: “Oops I did it again“

Foto zu dem Text "Zabel Schnellster an der Bergwertung: “Oops I did it again“"
Rick Zabel (Israel – Premier Tech) | Foto: Cor Vos

08.05.2022  |  (rsn) – Zum Auftakt des Giro d’Italia 2020 holte sich Rick Zabel überraschend in Palermo das erste Bergtrikot der Rundfahrt. Damals war der Profi von Israel – Premier Tech im gut einen Kilometer langen Anstieg, der gleich nach dem Start in Monreale anstand, der schnellste aller Starter und durfte sich danach das Maglia Azzura überstreifen.

Auf der 2. Etappe des 105. Giro gelang Zabel in Budapest ein ähnlicher Coup. Diesmal erzielte der 28-Jährige am 1,2 Kilometer langen Schlussanstieg Bestzeit und wird nun zum dritten Teilstück im azurblauen Trikot des besten Kletterers antreten. Das wird Zabel allerdings nur stellvertretend für Mathieu van der Poel (Alpecin – Fenix) tragen. Der Niederländer verteidigte als Etappenzweiter hinter Simon Yates (BikeExchange – Jayco) souverän sein Rosa Trikot und liegt in der Bergwertung vor dem punktgleichen Deutschen, der nach dem Rennen auf Instagram in Anlehnung eines berühmten Pop-Songs von Britney Spears schrieb: "Oops I did it again.“

Wie schon am 3. Oktober 2020 - aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Giro damals im Herbst ausgetragen – war es Zabels Plan, sich den Bergpreis zu schnappen. „Bis zum Fuß der Schlusssteigung bin ich locker gefahren und habe denn im Schlussanstieg alles rausgehauen. Ich wollte die drei Punkte, um mit den drei Punkten gleichzuziehen, die Mathieu van der Poel auf Etappe 1 geholt hatte. Deshalb werdet Ihr mich morgen (am Sonntag, d. Red) im Maglia Azzurra sehen“, sagte der Sprintspezialist, der wegen der Strategie, im Anstieg “all-in“ zu gehen, auch auf einen Powermeter verzichtete. “Entsprechend kannte ich auch nicht die Werte, die ich trat, aber am Ende war es um eine Sekunde die Bestzeit“, so Zabel bei der Italien-Rundfahrt als Anfahrer für Neuzugang Giacomo Nizzolo vorgesehen ist.

Sein Team hatte aber nichts dagegen, dass sich Zabel im nur neun Kilometer langen Einzelzeitfahren austobte. “Rick hatte den Schlussanstieg im Visier, um sich dort mit der schnellsten Zeit die maximalen Bergpunkte zu sichern“, schrieb Israel – Premier Tech auf Instagram und fügte an: “Mission erfülllt!“

Zabels Mission am dritten Giro-Tag wird darin bestehen, seinem Kapitän Nizzolo beim erwarteten Massensprint am Plattensee zu Diensten zu sein. Rund 13 Kilometer vor dem Ziel sind bei der einzigen Bergwertung des Tages (4. Kat.) wieder drei Punkte zu erobern.

Zu diesem Zeitpunkt dürfte Zabel aber kaum einen Gedanken an sein Blaues Trikot verschwenden, sondern mit seinen Teamkollegen beschäftigt sein, Nizzolo vorne im Feld zu positionieren. Weitere Bergpunkte, um auch in der Sonderwertung Platz eins zu erobern, dürften diesmal also nicht das ausgesprochene Ziel sein.

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