Vlasov führt starkes Tour-Aufgebot an

Bora – hansgrohe: Podium und Etappensiege lauten die Ziele

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Das Tour-Aufgebot von Bora - hansgrohe | Foto: BORA - hansgrohe

28.06.2022  |  (rsn) – Nach dem Giro-Gesamtsieg durch Jai Hindley peilt Bora – hansgrohe nun auch bei der zweiten Grand Tour des Jahres das Podium an. Aleksandr Vlasov führt wie erwartet bei der am Freitag in Kopenhagen beginnenden 109. Frankreich-Rundfahrt das achtköpfige Aufgebot des Raublinger Rennstalls an, für den mit Lennard Kämna, Maximilian Schachmann und Nils Politt sowie Felix Großschartner, Patrick Konrad und Marco Haller je drei deutsche und österreichische Profis berücksichtigt wurden.

Dazu kommt der Niederländer Danny van Poppel, der zu Saisonbeginn als Anfahrer von Sam Bennett verpflichtet worden war. Der 31-jährige Ire konnte sich im bisherigen Saisonverlauf nicht für die Tour empfehlen und fehlt deshalb wie schon 2021, als er noch für Quick-Step fuhr, beim wichtigsten Rennen des Jahres. Die Entscheidung gegen Rückkehrer Bennett unterstreicht aber auch die Zielsetzung von Bora – hansgrohe. “Dieser Tour-Kader ist ganz klar auf unsere Ambitionen in der Gesamtwertung ausgerichtet“, betonte Sportdirektor Rolf Aldag und konkretisierte: “Aleksandr Vlasov ist unser Kapitän für die Rundfahrt.“

Der 26-jährige Russe ist einer der dominierenden Fahrer dieser Saison, sicherte sich die Gesamtwertungen der Valencia-Rundfahrt sowie der Tour de Romandie und lag auch bei der Tour de Suisse auch auf Kurs Gesamtsieg, ehe ihn eine Corona-Erkrankung zum Ausstieg zwang. Davon hat sich Vlasov offensichtlich nun aber wieder erholt.

“Wir hatten in den letzten Jahren drei Top-Ten-Ergebnisse bei der Tour, jetzt streben wir in Richtung Podium. Klar ist das ein hochgesteckt Ziel, wenn ich mir aber die Leistungen von Aleksandr Vlasov in dieser Saison anschaue, dann ist es kein unrealistisches Ziel für uns. Wir haben ein starkes Team und er wird auf jedem Terrain und auf jeder Etappe die bestmögliche Unterstützung erhalten“, kündigte Team-Manager Ralph Denk an.

Spezialisten für jedes Terrain im Aufgebot

In den Bergen sollen der frisch gebackene Österreichische Meister Felix Großschartner, dessen Vorgänger Patrick Konrad sowie der Deutsche Zeitfahrmeister Lennard Kämna lange an Vlasovs Seite bleiben, auch der letztjährige Deutsche Meister Maximilian Schachmann ist ein mehr als nur ordentlicher Kletterer. Dagegen werden sein Nachfolger Nils Politt, van Poppel und Road Captain Marco Haller vor allem auf den anspruchsvollen Flachetappen der ersten Tour-Woche gefordert sein, unter anderem auf dem über Kopfsteinpflaster führenden fünften Teilstück.

“Es war definitiv keine leichte Entscheidung, wir haben aktuell ein wirklich starkes Team und hätten leicht zehn oder mehr Fahrer nominieren können. Jene acht Fahrer, die jetzt zur Tour fahren, haben dies mehr als verdient! Alle befinden sich in sehr guter Form und haben im Laufe der Saison starke Leistungen gezeigt“, sagte Aldag, dessen Team aber auch auf Etappenjagd gehen wird. Im vergangenen Jahr gelang das perfekt, als Konrad und Politt jeweils einen Tour-Tagessieg feiern konnten.

Der 28-jährige Kölner, der am Sonntag im Sauerland seine Top-Form eindrucksvoll unter Beweis stellte, als er sich am Kahlen Asten souverän erstmals in seiner Karriere den Deutschen Meistertitel sicherte, ist bei der 109. Tour ein heißer Kandidat auf einen Etappensieg, gleiches gilt für Kämna, der bereits beim Giro jubeln konnte, als er die Ätna-Etappe für sich entschied.

“Nils ein Spezialist fürs Kopfsteinpflaster, ein Fahrer, der sich zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft stellen und zugleich auf die Jagd nach Etappensiegen gehen kann. Patrick hat auch schon bewiesen, dass er als Solist Etappen gewinnen kann. Lennard sehen wir in einer ähnlichen Rolle wie beim Giro, seine Kletterkünste und seine Rennintelligenz sind von enormer Wichtigkeit für die Mannschaft“, nannte Aldag drei Kandidaten auf einen Etappensieg, für den aber auch Schachmann und natürlich Vlasov in Frage kommen.

“Insgesamt wollen wir eine offensive Tour fahren, das Rennen aktiv gestalten und neben dem Fokus auf die Gesamtwertung vielleicht auch noch eine Etappe für uns entscheiden. Sollten wir diese Ziele erreichen, wäre ich am Ende auf der Champs-Élysées ein sehr glücklicher Teamchef“, fügte Denk abschließend an.

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