Auch nach dem CAS-Urteil

Quintana bleibt dabei, kein Tramadol genommen zu haben

Foto zu dem Text "Quintana bleibt dabei, kein Tramadol genommen zu haben"
Nairo Quintanas sechster Rang bei der Tour de France 2022 bleibt aberkannt | Foto: Cor Vos

03.11.2022  |  (rsn) - Auch nach dem CAS-Urteil bleibt Nairo Quintana dabei, während der Tour de France kein verbotenes Medikament genommen zu haben. "Leider war es (das Urteil, d. Red.) nicht gut für mich. Das sage ich mit Wehmut", erklärte der Kolumbianer nach dem Schiedsspruch in einem Twitter-Video.

"Aber ich kann mit Stolz sagen, dass ich in meiner sportlichen Karriere weit mehr als 300 Dopingkontrollen hatte, was ungefähr drei Dopingkontrollen pro Monat entspricht. Ich hatte dabei nie ein Problem mit Doping. Ich habe viele Gründe, es nicht zu tun (zu dopen, d. Red.). Gründe, die auch erklären, warum ich dieses Produkt (Tramadol) nicht genommen habe", sprach der Sieger des Giro d'Italia 2014 und der Vuelta a Espana 2016.

Quintana war während der Tour 2022 zweimal positiv auf Tramadol getestet worden. Und zwar nach den Bergankünften auf der Planche des Belles Filles und dem Col du Granon. Daraufhin war ihm nachträglich sein 6. Platz in der Gesamtwertung aberkannt worden. Er wurde nicht gesperrt, da ein erster positiver Test auf Tramadol zwar gemäß den UCI Medical Rules als Straftat angesehen wird, aber keinen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen darstellt. Allerdings trat er später nicht - wie angekündigt - bei der Vuelta an.

Das Schmerzmittel Tramadol wird nicht als leistungssteigerndes Medikament eingestuft, ist aber seit März 2019 von der UCI im Wettkampf verboten. Fahrer, die während eines Rennens ein positives Ergebnis der Substanz liefern, werden disqualifiziert. Ein zweiter Verstoß zieht eine fünfmonatige Sperre nach sich. Die WADA (Welt-Antidoping-Agentur) gab kürzlich bekannt, dass Tramadol ab 2024 verboten wird.

Das CAS-Urteil wurde am Donnerstagmorgen bekannt gegeben und beendete Quintanas Hoffnungen, seinen 6. Platz bei der diesjährigen Tour wieder zu erhalten. Doch damit will sich der 32-Jährige nicht zufriedengeben. Wie er sich verteidigen will, hat er aber noch nicht bekanntgegeben.

Mehr Details dazu will er noch diesen Monat bei seiner Gran Fondo-Veranstaltung in Medellin (Kolumbien) verraten. Quintana: "Wir werden über alles sprechen, was in meinem sportlichen Leben und was während dieses Prozesses passierte und was ich tat, um meine Unschuld zu verteidigen."

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