Nach Wechsel von Quick-Step zum US-Team

Honoré wird bei EF zum Klassiker-Kapitän

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Mikkel Honoré fuhr bislang für Quick-Step Alpha Vinyl und wechselt zur Saison 2023 für drei Jahre zu EF Education - EasyPost. | Foto: Cor Vos

09.11.2022  |  (rsn) – Mikkel Honoré wird künftig mehr Verantwortung schultern als bisher bei Quick-Step Alpha Vinyl. Während der 25-jährige Däne bislang als großes Talent galt, im Team von Patrick Lefevere bei großen Rennen aber trotzdem meist nur Helferrollen bekleidete, soll er nach seinem Wechsel zu EF Education – EasyPost künftig Leader bei den Klassikern werden. Das bestätigte sein neuer Sportlicher Leiter Matti Breschel nun gegenüber dem dänischen Radsportportal Feltet.dk.

"Ich war etwas überrascht, dass er in vielen Rennen Helfer war, obwohl er sie in Wirklichkeit vielleicht selbst hätte gewinnen können", sagte Breschel über seinen Landsmann. "Er ist ein Fahrer, dem wir zuhören. Und er ist auch ein Fahrer, um den wir kämpfen mussten, damit er zu uns kommt. Es bedeutet viel Aufwand, einen Fahrer zu kaufen. Deshalb ist auch klar, dass seine Worte, Gedanken und Ambitionen viel Gewicht bekommen. Das nicht ernst zu nehmen, wäre ein Fehler", so der 38-Jährige.

Beim  Rennstall von Manager Jonathan Vaughters verabschiedete sich am Jahresende Sebastian Langeveld in den Ruhestand. Außerdem wird Michael Valgren dem WorldTeam nach langer Verletzung auch 2023 erstmal fehlen – er gehört zunächst dem Kontinental Team an. Dadurch werden in der Hierarchie der Klassiker-Phalanx bei EF zwei wichtige Positionen frei, die Honoré nun vor allem bei den Kopfsteinpflaster-Klassikern ausfüllen soll.

Dabei wird er sich die Leaderrolle mit dem Italiener Alberto Bettiol teilen. Allerdings könnte Honoré auch in den Ardennen noch eine wichtige Rolle spielen, wo er dann Neilson Powless und Richard Carapaz an der Seite hätte.

"Er war immer sehr glücklich, bei Quick-Step zu fahren. Aber ich denke er ist jetzt gereift genug, um selbst in vielen Rennen Kapitän zu sein. Deshalb, denke ich, hat er den Wechsel vollzogen", so Breschel.

Interessanterweise ist Honoré die großen flämischen Klassiker bei den Profis bislang noch nie gefahren. Er soll also als Neuling auf diesem Terrain sofort eine tragende Rolle übernehmen. Immerhin war er im Jahr 2017 aber Achter der U23-Flandern-Rundfahrt.

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