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16.01.2023 | (rsn) – Alexandra Manly (Jayco – AlUla) hat in Uraidla die 2. Etappe der Women's Tour Down Under (2.WWT) gewonnen und damit auch die Gesamtführung bei der ersten WorldTour-Rundfahrt des Jahres übernommen. Die 26-Jährige, die im vergangenen Mai die Lotto Thüringen Ladies Tour für sich enschieden hatte, setzte sich am Ende des 90 Kilometer langen Teilstücks bei 35 Grad durch die Adelaide Hills vor der Neuseeländerin Georgia Williams (EF Education – Tibco – SVB) und der Niederländerin Nina Buijsman (Human Powered Health) durch.
Manly liegt in der Gesamtwertung nun acht Sekunden vor ihrer ehemaligen Teamkollegin Williams und der zeitgleichen Grace Brown (FDJ – Suez) an der Spitze. Ihre Jayco-Teamkollegin Ruby Roseman-Gannon folgt mit 13 Sekunden Rückstand auf Rang vier, Amanda Spratt (Trek – Segafredo / + 0:14) ist Fünfte.
Letztere war auf der 2. Etappe bis 700 Meter vor dem Ziel auf Siegkurs, nachdem sie am letzten Anstieg des Tages attackiert und sich allein abgesetzt hatte. Doch 15 Sekunden Vorsprung an der Bergwertung der 1. Kategorie am Mount Lofty zehn Kilometer vor Schluss reichten nicht, um sich vor einer 16-köpfigen Verfolgerinnengruppe ins Ziel zu retten.
Dort nämlich jagten die Teams FDJ – Suez und EF Education – Tibco – SVB unerbittlich hinter Spratt her und stellten sie schließlich auf dem Schlusskilometer, wo ihnen dann aber Manly für Jayco – AlUla doch noch die Butter vom Brot nahm.
"Mein Team hat sich den ganzen Tag um mich gekümmert und dann attackierte Ruby Roseman-Gannon im Finale, zog an Spratty vorbei und hatte eine Lücke, die Grace Brown zur Reaktion zwang. Das war der perfekte Leadout“, kommentierte Manly im Ziel ihren ersten Saisonsieg.
Die einzige deutsche Starterin, Lisa Klein (Trek – Segafredo), arbeitete in der ersten Rennhälfte viel für ihre Kapitänin Spratt und zeigte sich in einer hektischen Phase rund 30 Kilometer vor Schluss auch in der Offensive, um eine größere Spitzengruppe im Zaun zu halten. Anschließend aber, als der Mount Lofty erreicht war, ließ sie es lockerer angehen und kam mit 7:44 Minuten Rückstand ins Ziel – wie am Vortag auf Rang 50.
So lief das Rennen:
In der ersten Rennstunde versuchten es zwar immer wieder einige Fahrerinnen mit einer Attacke, doch lösen konnte sich niemand. Unterwegs gewann Ilaria Sanguineti (Trek – Segafredo) den ersten Zwischensprint vor Grace Brown (FDJ – Suez). Kurz darauf sicherte sich Gladys Verhulst (FDJ – Suez) den ersten Bergpreis der 2. Kategorie an der North East Ridge und die noch hügeligere zweite Rennhälfte begann.
38 Kilometer vor dem Ziel lancierte Debora Silvestri vom neuen spanischen Zaaf-Team eine Solo-Attacke und kurz darauf bekam sie Begleitung von einer zehnköpfigen Gruppe um die Niederländerin Nina Buijsman (Human Powered Health) und die Britin Claire Steels (Israel Premier Tech - Roland). Die elf Spitzenreiterinnen fuhren eine gute halbe Minute heraus, bevor im Hauptfeld konsequent nachgesetzt wurde.
25 Kilometer vor Schluss löste sich an der Spitze Steels und setzte zum Solo an, bevor ihre vorherigen Begleiterinnen von einem reduzierten Hauptfeld geschluckt wurden. Die Britin sicherte sich elf Kilometer später noch den zweiten Zwischensprint vor Manly und Brown, wurde kurz darauf aber gestellt.
Im Anstieg zum Mount Lofty lancierte elf Kilometer vor Schluss und einen Kilometer vor dem Ende des Kategorie-1-Berges Spratt ihre Attacke. Manly und Brown versuchten vergeblich, ihr zu folgen. Doch die Australierin flog der Konkurrenz förmlich davon und erreichte den Bergpreis mit 15 Sekunden Vorsprung. 16 Verfolgerinnen jagten die Spitzenreiterin anschließend die Abfahrt und das wellige, aber insgesamt leicht abfallende Finale dem Ziel entgegen – angeführt von FDJ – Suez und EF Education – Tibco – SVB.
Der Abstand schrumpfte Sekunde um Sekunde und Spratt wurde schließlich 700 Meter vor Schluss gestellt, so dass es in Uraidla doch zum Sprint kam. Lokalmatadorin Manly setzte sich vor der letzten Kurve an die Spitze der Gruppe und sprintete aus der Ecke heraus auf den letzten 200 Metern schließlich souverän zum Sieg und ins Führungstrikot.
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