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29.03.2023 | (rsn) - Am Start von Dwars door Vlaanderen (1.UWT) fehlen zwar die ganzen großen Namen wie Mathieu van der Poel (Alpecin - Deceuninck) oder Wout Van Aert (Jumbo - Visma), doch dadurch werde das Rennen nicht leichter. Das ist zumindest die Erwartungshaltung einer Fahrer. Immerhin spielt das Wetter endlich mit. Die Stimmen vor dem Start des Rennens in Roeselare:
Alexander Kristoff (Uno-X):
“Für gewöhnlich kommt eine kleinere Gruppe vor der großen an, ein echter Sprint ist schon Jahre her. Aber ich hoffe natürlich, dass es dieses Mal anders wird. Rasmus (Tiller) ist stark, vielleicht können wir mit ihm Attacken folgen. Und dann haben wir noch mich und Sören (Waerenskjold) und auch (Kristoffer) Halvorsen hatte zuletzt einen guten Tag. Wir müssen einfach unsere Chancen nutzen, wenn wir sie kriegen.
Heute ist es zwar nicht windig, das macht den ersten Teil leichter. Aber es gibt immer noch genug Hügel, damit das Rennen auch vor dem letzten Kilometer entschieden werden kann. Es sind allerdings einige Sprinter dabei, sodass die Chancen auf eine größere Gruppe als in den Vorjahren schon etwas größer ist, denke ich.“
Juri Hollmann (Movistar):
“Letzten Sonntag habe ich noch bei Gent-Wevelgem zugeschaut. Ich denke, da geht es uns heute vom Wetter ein bisschen besser. Für den Kopf ist es vor allem erfreulicher. Ich bin natürlich froh, hier zu sein, auch wenn die Entscheidung etwas kurzfristig kam.
Mit Fernando (Gaviria) haben wir einen, der das Rennen auch gewinnen kann. Ihn zu positionieren, wird unsere Aufgabe sein. Und dann müssen wir noch schauen, was mit der Gruppe am Anfang ist, ob sie eine Rolle spielt. An sich gehe ich gerne in die Gruppe, aber bei einem solchen Rennen ist das natürlich nicht einfach.“
John Degenkolb (DSM):
:“Es ist hier immer ein bisschen speziell, weil manche von den ganz großen Favoriten nicht dabei sind. Das macht es aber nicht unbedingt einfacher, weil viele andere dadurch ihre Chancen wittern.
Vom Parcours her ist es schon sehr speziell, man muss im richtigen Moment vorne sein. Wir haben einen guten Plan, den wir ähnlich wie beim E3-Preis umsetzen wollen: So lange wie möglich vorne dabei sein. Wenn die Beine dann noch gut sind, ist es super. Ansonsten muss man es auch akzeptieren. Ich bin alles andere als ein Favorit für ganz vorne. Aber Gent-Wevelgem hat mir Selbstvertrauen gegeben, dass ich bis zum Ende dabei sein und vielleicht um ein Top-10-Ergebnis mitfahren kann.“
Stefan Küng (Groupama – FDJ):
“Ich denke, wenn man sich die Strecke anschaut, muss man das Rennen früh eröffnen, wenn man keinen Sprinter dabei hat. Das wird in unserem Interesse sein.
Seit Sonntag stand viel Erholung auf dem Programm. Montag easy, gestern eine Recon-Einheit. Gut essen, viel in der Horizontale, viel Schlafen, das ist wichtig zwischen den Rennen. Für die Ronde am nächsten Sonntag wird das hier nochmal ein gutes, rennmäßiges Training. Aber nichtsdestotrotz gehört es zur WorldTour, also ist das Ziel schon, zu gewinnen oder vorne mitzufahren.“
Jannik Steimle (Soudal Quick-Step):
"Ich hatte Glück, dass ich Sonntag Gent-Wevelgem auslassen durfte. In de Panne hatte ich mich gut gefühlt, aber am Freitag beim E3-Preis hatte ich schon gemerkt, dass der Mittwoch davor noch nicht verdaut war. Ich fahre meiner Form gerade etwas hinterher, deswegen gehe ich nicht gerade mit viel Selbstbewusstsein in die Rennen. Die Rennen sind gerade eher für den Kopf zehrend als für die Beine, weil es noch nicht so läuft, wie ich es gerne hätte. Ich kann mich aber drauf verlassen, dass meine Zeit in der Saison noch kommt."
Pascal Ackermann (UAE Team Emirates):
“Ich hatte im Bus noch eine schöne warme Dusche, weil die anderen nicht so lange drunter waren. Aber das Wetter ist jetzt auch endlich besser. Das Rennen wird heute nicht übermäßig schwer, aber mittendrin wird es schon hart, denke ich. Da muss man dann gucken, wo man steht. Und dann geht es um den Sprint.
Durch das Fehlen der ganz Großen wird es heute eher schwerer, weil das Rennen offen ist. Viele werden versuchen, über die Gruppe zu kommen. Es wird relativ früh losgehen heute.“
Patrick Gamper (Bora – hansgrohe):
“Es war für mich ein holpriger Winter mit der Handverletzung, aber die letzte Vorbereitung war ganz gut. Schön auch, dass das Wetter besser ist. Ich habe am Sonntag schon mitgelitten mit den Jungs. Es sieht immer einfacher aus, als es ist. Es war ein brutales Rennen. Ich bin nicht ganz untraurig, dass ich nicht dabei war.
Ich bin heute eher in der Helferrolle. Letztes Jahr haben wir mit Nils (Politt) gesehen, dass man es über eine Gruppe weit bringen kann. Aber wir sind mit mit Marco (Haller) und Danny van Poppel auch gut für einen Sprint aufgestellt. Wir haben also für jede Rennsituation jemanden dabei, Wenn es auch ein kleineres Rennen ist, ist es schon ein großes Ziel von uns, vorne mitzumischen.“