Vor dem Aufstieg in Alpecins WorldTour-Team

Kielich reizen schon jetzt die großen Rennen

Von Peter Maurer

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Timo Kielich (Alpecin – Deceuninck Development) | Foto: Peter Maurer

03.06.2023  |  (rsn) – Der Sieg auf der 1. Etappe der Internationalen Raiffeisen Oberösterreich-Rundfahrt (2.2) war für den Belgier Timo Kielich (Alpecin – Deceuninck Development) der erste in dieser Saison. Nach der Bulgarien-Rundfahrt 2021 und der Solidarnosc-Tour in Polen 2022 konnte er erneut bei einem der kleineren Etappenrennen einen Tagesabschnitt für sich entscheiden. Im Sprint eines reduzierten Hauptfeldes setzte Kielich sich deutlich in Geinberg gegen die Konkurrenz durch.

“Es war ein guter Leadout vom Team. Wir waren auf dem letzten Kilometer noch zu dritt“, berichtete der 23-Jährige im Gespräch mit radsport-news.com. Seine Teamkollegen brachten den Cross- und Mountainbikespezialisten perfekt auf die letzten Meter, wo er dann seine ganze Power auf den Asphalt brachte. “Da muss dann ja erst mal wer vorbeikommen“, lachte Kielich.

Eigentlich war das nicht-asphaltierte Terrain sein bevorzugter Boden gewesen, doch eine Knieverletzung sorgte für eine längere Straßensaison. Und ab der kommenden Saison wird er vom Kontinentalteam in die WorldTour aufsteigen und künftig bei den Alpecin-Profis an der Seite von Mathieu van der Poel und Jasper Philipsen fahren.

In dieser Saison schon Dritter beim kleinen Paris-Roubaix

“Es ist ein tolles Team für mich“, erklärte er. Die Equipe der Roodhooft-Brüder hat sich vornehmlich auf Sprints und Klassiker spezialisiert, genau jene Rennen, in denen Kielich auch seine große Stärken hat. Und wie die meisten anderen Crosser fühlt auch er sich auf dem Kopfsteinpflaster wohl, unterstrich dies mit einem starken dritten Platz beim Grand Prix Denain im Frühjahr, dem kleinen Paris-Roubaix.

“Die größeren Rennen reizen mich natürlich sehr, wenn ich an die kommende Saison denke. Und für uns sind der erste und zweite Platz bei Roubaix natürlich eine super Motivation“, so Kielich, der im nächsten Jahr unbedingt bei den ganz großen Klassikern am Start stehen will. Zunächst wohl als Helfer, auch wenn er seine Fähigkeiten bei den kleineren Eintagesrennen mit etlichen Podiumsplätzen durchaus schon unter Beweis stellte.

“Ich habe sehr schnelle Beine, vielleicht nicht ganz für den Massensprint, aber bei einem schwierigeren Finale passt es immer gut“, berichtete Kielich, der mit seinem Tagessieg in Geinberg auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Doch in Oberösterreich wird es jetzt von Etappe zu Etappe schwerer, die Hügel steiler, bis am Ende sogar eine schwere Bergankunft am Sonntag auf der Hutterer Höss wartete: “Das wird mir wohl zu hart werden, aber die Etappe am Samstag könnte mir noch passen. Ich muss schauen, was die Beine so hergeben“, fügte er an.

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