Fortin und Proc fahren am Abend auf drei und vier

Solidarnosc: Malmberg und Clauss schwer gestürzt

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Solidarnosc: Malmberg und Clauss schwer gestürzt"
Matias Malmberg (Maloja Pushbikers) ist auf der 1. Etappe der Solidarnosc-Rundfahrt schwer gestürzt | Foto: Maloja Pushbikers

28.06.2023  |  (rsn) - Freud und Leid lag bei den deutschen Teams Maloja Pushbikers, Santic - Wibatech und Storck - Metropol Cycling auf den beiden Halbetappen zum Auftakt der polnischen Solidarnosc-Rundfahrt (2.2) eng beisammen. Die Etappe am Vormittag wurde von einem heftigen Massensturz geprägt, in denen auch die Fahrer der deutschen Teams verwickelt waren. Am Abend wurde in einem Massensprint der zweite Tagessieger gekürt, wobei zwei deutsche Teams in die Top Fünf fuhren.

Bei der ersten Halbetappe, die nach 83 Kilometern in Skierniewice endete, war der Este Siim Kiskonen (Tartu2024) aus einer achtköpfigen Spitzengruppe erfolgreich. Das Feld war durch einen Massensturz kurz nach Rennhälfte, in den auch ein Begleitfahrzeug verwickelt war, in viele kleine Gruppen geteilt worden.

In der ersten Verfolgergruppe 40 Sekunden hinter dem Tagessieger saßen die beiden Pushbiker Filippo Fortin und Felix Meo, die die Plätze 16 und 29 belegten. Vier ihrer Teamkollegen waren jedoch in den Sturz verwickelt, besonders heftig erwischte es den Dänen Matias Malmberg, der das Rennen aufgeben musste

"Matias hat stark geblutet, ist aber einigermaßen ok", hatte der Sportliche Leiter Gregor Pavlic nach der ersten Halbetappe berichtet. Der Däne war da noch auf dem Weg ins Krankenhaus gewesen, eine Diagnose stand noch aus. Sein Teamkollege Patrick Reißig war ebenfalls in den Sturz verwickelt, kam aber laut eigener Aussage "glimpflich" davon. "Durch den Sturz habe ich aber im GC viel Zeit verloren", bedauerte der Kletterer gegenüber radsport-news.com.

Am frühen Abend, bei der 85 Kilometer langen zweiten Halbetappe mit Ziel in Kutno, lief es für die Pushbiker aber deutlich besser. Beim Sieg des Niederländers Daan van Sintmaartensdijk (VolkerWessels) belegte Fortin Rang drei. "Platz drei ist ok, aber ein Sieg wäre natürlich schöner gewesen. Ansonsten sind all unsere gestürzten Fahrer ok, nur Matias wird eine Woche pausieren müssen", sagte Pavlic am Abend.

Santic - Wibatech: Erst vom Sturz aufgehalten, am Abend wurde Proc Vierter

Direkt hinter Fortin überquerte der für das Passauer Team Santic - Wibatech fahrende Pole Bartomiej Proc als Vierter den Zielstrich. Proc war auch schon am Vormittag bester Fahrer von Santic - Wibatech gewesen. Da hatte er mit 1:50 Minuten Rückstand Rang 35 belegt.

"Die beiden Etappen liefen für uns ganz gut. Die erste Halbetappe war schon ziemlich hektisch und beide Rennen wurden sehr hart gefahren. Auf der ersten Etappe waren wir leider ein bisschen zu weit hinten, als es zu dem Massensturz kam. Dadurch wurden wir aufgehalten und sind nicht mehr nach vorne bekommen. Am Abend hätte es dann für uns fast für das Podium gereicht", sagte Teamfahrer Nils Puschmann zu radsport-news.com.

Storck - Metropol: Clauss mit Knochenbruch raus, angeschlagener Franz auf 21

p>Für das Team Storck - Metropol Cycling ging der erste Tag ohne Spitzenplatzierung zu Ende. Am Abend war Toni Franz bei regennassen Straßen und schlechten Bedingungen auf Platz 21 bester Akteur. Franz war aber am Morgen in den Massensturz verwickelt gewesen. Während er sich nur Hautabschürfungen zuzog, erwischte es seinen Teamkollegen Marc Clauss deutlich schlimmer. Er musste mit Knochenbruch die Rundfahrt bereits aufgeben.

"Kurz nach Etappenhalbzeit gab es einen relativ schweren Sturz. Bei Toni geht es einigermaßen, aber bei Marc ist leider was gebrochen. Mit Adrenalin hatte er sich noch ins Ziel gekämpft. Ergebnistechnisch müssen wir es morgen noch ein bisschen besser hinbekommen", meinte Teamkapitän Dominik Merseburg zu radsport-news.com.

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