Schlusstag auf der Bahn bringt Silber für Deutschland

Friedrich holt im Sprint ihre vierte WM-Medaille in Glasgow

Von Peter Maurer

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Lea-Sophie Friedrich (links) zog im Finale des WM-Sprints in zwei Läufen gegen Emma Finucane den Kürzeren. | Foto: Cor Vos

09.08.2023  |  (rsn) – Bis zum Halbfinale des Sprint-Wettbewerbs lief für Lea-Sophie Friedrich und Emma Hinze alles perfekt. Dann aber kam dem deutschen Spitzenduo, wie schon bei der WM 2022 in Paris, eine Lokalmatadorin in die Quere. Die erst 20-jährige Britin Emma Finucane bezwang im Semifinale zunächst Hinze und holte sich schließlich im Finale gegen Friedrich die Goldmedaille.

"Ich bin sehr, sehr glücklich über die Silbermedaille, auch wenn es am Anfang nicht so aussah. Ich habe alles gegeben, habe mir absolut nichts vorzuwerfen. Emma Finucane ist im Finale einfach sehr stark gefahren. Ich habe noch versucht an ihr vorbei zu fahren, aber es hat nicht gereicht", sagte Friedrich in einer ersten Stellungnahme. Damit blieb der Dassowerin bei dieser WM ein zweites Regenbogentrikot verwehrt, doch zum Titel im Teamsprint und den Bronzemedaillen über 500 Meter und im Keirin kommt nun in der Medaillensammlung von Glasgow noch eine Silberne hinzu.

"Ich nehme viel von diesem Turnier hier mit, werde viel Kraft daraus schöpfen und weiter an gewissen Kleinigkeiten arbeiten. Ich habe in jeder Disziplin hier eine Medaille geholt, darauf kann ich stolz sein", erklärte Friedrich, die im Viertelfinale Titelverteidigerin Mathilde Gros aus Frankreich bezwang und im Halbfinale auch nicht von Keirin-Weltmeisterin Ellesse Andrews aus Neuseeland gestoppt werden konnte.

Das Finalduell verlor sie dann allerdings, übrigens zum dritten Mal in Folge, denn auch 2021 gegen Hinze und 2022 gegen Gros zog sie den Kürzeren. Dieses Los traf dann auch Hinze im Duell um die Bronzemedaille. Die Doppelweltmeisterin unterlag Andrews im Kleinen Finale und blieb im Sprint damit erstmals seit 2019 ohne Medaille.

Kluge wird Vierter im Punkterennen

Im Keirin überraschte der Kolumbianer Kevin Quinteiro die Konkurrenz. Der Südamerikaner siegte vor dem Australier Matthew Richardson und dem Japaner Shinji Nakano. Ohne Medaille blieben die Niederländer, die mit dem dreimaligen Weltmeister Harrie Lavreysen und Jeffrey Hoogland zuletzt zwei WM-Doppelsiege feierten. Maximilian Dörnbach und Marc Jurczyk aus Deutschland scheiterten im Viertelfinale und belegten beide den 16. Rang.

Den vierten Platz gab es für Roger Kluge im Punkterennen. Trotz vier Plusrunden verpasste der Routinier eine Medaille knapp. Gold sicherte sich der Neuseeländer Aaron Gate vor dem Spanier Albert Torres. Wie vor einem Jahr gab es für Fabio van den Bossche Bronze. Sechs Punkte fehlten Kluge auf den Belgier.

Im Omnium triumphierte die Olympiasiegerin. Jennifer Valente aus den Vereinigten Staaten siegte im Vierkampf der Ausdauerfahrerinnen vor der Dänin Amalie Dideriksen und der Belgierin Lotte Kopecky. Diese war nicht gut in den Wettkampf gestartet, gewann aber dann das Ausscheidungsfahren. Im finalen Punkterennen wurde Kopecky dann im letzten Sprint noch von der Polin Daria Pikulik überholt. Hätte sie diesen gewonnen, hätte die Siegerin des Punkterennens die Silbermedaille erobert. Eine deutsche Athletin war in der Olympiadisziplin nicht am Start.

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