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09.03.2026 | (rsn) - Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) hat wie im Vorjahr das Auftaktzeitfahren von Tirreno-Adriatico (2.UWT) in Lido di Camaiore gewonnen. Für den Italiener ist es insgesamt der fünfte Sieg beim Kampf gegen die Uhr beim Rennen zwischen den Meeren, der vierte beim Auftakt am Lido am Tyrrhenischen Meer. Ganna lieferte eine Machtdemonstration und hatte nach 11,5 Kilometern 22 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Thymen Arensman.
Für ein Ausrufezeichen sorgte Max Walscheid (Lidl - Trek), der mit 26 Sekunden Rückstand Dritter wurde, nur wenige Zehntelsekunden vor dem dritten Ineos-Profi, Magnus Sheffield. Ganna wird die 2. Etappe von Camaiore nach San Gimignano im Blauen Trikot des Gesamtführenden in Angriff nehmen.
"Ich bin so glücklich. Wie ich gestern gesagt, habe, wollte ich nicht zu viel pushen, auch im Hinblick auf mein nächstes Ziel nach diesem Rennen", erzählte Ganna im Sieger-Interview mit Fokus auf seinen großen Saisonhöhepunkt, Mailand-Sanremo. "Jetzt bin ich sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Die Form ist gut und die Beine drehen sich ordentlich. Ich bin aber nicht ganz so zufrieden darüber, wie sie sich anfühlen, aber das Ergebnis ist sehr gut. Auch Thymen (Arensman) und Magnus (Sheffield) haben eine fantastische Leistung abgeliefert. Als gesamtes Team sind wir sehr stark."
Gannas "gar nicht so zufriedenes Gefühl" sorgte für einen neuen Streckenrekord bei dem Zeitfahren am Lido. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit von 56,868 km/h war das schnellste Zeitfahren der Geschichte der Fernfahrt und noch einmal acht Sekunden beziehungsweise 0,7 km/h schneller als bei seinem Sieg im Vorjahr.
"Von den Wetterbedingungen her war es heute etwas schneller als prognostiziert", analysierte der Italiener. "Wir hatten einen fantastischen Tag. Ich hoffe, dass das Wetter in den nächsten Tagen auch so bleibt, mit wenig Wind und viel Sonnenschein." Trotz Fokus auf das erste Monument des Jahres wird er das Blaue Trikot in den kommenden Tagen nicht kampflos hergeben: "Ich werde darum kämpfen, wenn sich die Möglichkeit bietet. Eventuell werde ich auf einen weiteren Etappensieg gehen. Das ist aber nicht einfach. Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben, als gesamtes Team."
Unter den Favoriten auf den Gesamtsieg der Fernfahrt konnte neben Arensman vor allem Primoz Roglic (Red Bull - Bora - hansgrohe) zufrieden sein. Der Slowene wurde mit 31 Sekunden Rückstand Siebter und landete damit knapp vor seinen Konkurrenten Antonio Tiberi (Bahrain Victorious, Neunter, +0:33 Minuten) und Isaac Del Toro (UAE - Emirates - XRG, Zehnter, +0:36 Minuten).
Die 2. Etappe über 206 Kilometer von Camaiore nach San Gimignano endet mit einem kurzen Gravel-Anstieg in der Toskana.
Bei Sonnenschein mit etwa 14 Grad Celsius und kaum Wind, herrschten ideale Bedingungen für das Auftaktzeitfahren. Pello Bilbao (Bahrain Victorious) und Tobias Halland Johanessen (Uno-X Mobility) sorgten für die ersten guten Zeiten und lagen mit nur einer Zehntelsekunde Unterschied an der Spitze des Zwischenklassements.
Kurz darauf überquerte der Südafrikaner Alan Hatherly (Jayco – AlUla) die Ziellinie mit Bestzeit. Sowohl Sam Welfsford (Ineos Grenadiers) als auch die drei Teamkollgen Jan Christen, Isaac Del Toro und Felix Großschartner (alle UAE – Emirates – XRG) hatten bei der Zwischenzeit einen Vorsprung auf den Spitzenreiter herausgefahren, schafften es aber nicht den 29-Jährigen im Ziel abzufangen.
Nach etwa anderthalb Stunden im Hot-Seat, musste Hatherly dann seinen Platz räumen. Zunächst war der US-Amerikaner Sheffield um vier Sekunden schneller als der Südafrikaner. Doch dessen Führung hielt nur kurz, denn bereits eine Minute später war Walscheid nochmals um vier Zehntelsekunden besser und übernahm damit den zwischenzeitlichen Platz an der Sonne.
Das Streckenprofil der 1. Etappe von Tirreno-Adriatico | Foto: Veranstalter
Als erster der Topfavoriten ging Arensman ins Rennen. Der Niederländer konnte mit einer starken zweiten Hälfte Walscheid vom Führungssitz verdrängen. Er fuhr auf den 11,5 Kilometern einen Vorsprung von vier Sekunden heraus.
Die letzten Minuten dieses Zeitfahrens gehörten dem Topfavoriten Ganna, der bereits bei der Zwischenzeit nach fünf Kilometern das Klassement anführte. Zuvor lieferten mit Tiberi und Roglic zwei Fahrer starke Zeiten ab und fuhren damit in die Top Ten. In der zweiten Rennhälfte deklassierte Ganna dann die Konkurrenz. Mit einem Vorsprung von 22 Sekunden fuhr er über den Zielstrich und gewann damit überlegen die 1. Etappe vor Arensman.
Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step) lieferte als vorletzter Fahrer noch eine gute Zeit ab und belegte hinter Walscheid, Sheffield, Jonathan Milan (Lidl - Trek), Hatherly und Roglic den achten Rang.
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