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21.09.2023 | (rsn) – Die letzten beiden WM-Titel in der Mixed-Staffel gingen an die Schweiz, die auch bei den Europameisterschaften in Drenthe wohl der größten Favorit auf die Goldmedaille gewesen wäre. Doch die Zugmaschine Stefan Küng (Groupama – FDJ), Europameister im Einzelzeitfahren von 2020 und 21, musste wegen seines Horror-Sturzes am Tag davor passen. Mit U23-Fahrer Fabio Christen (Q36.5 Pro Cycling), der nachnominiert wurde, landete das Sextett schlussendlich auf Rang sechs.
"Fabio ist ein armer Junge, der, ohne dafür zu trainieren, heute ins Kalte Wasser geworfen wurde", konnte Vize-Europameister Stefan Bissegger (EF Education EasyPost) nach dem Rennen im Gespräch mit radsport-news.com schon wieder schmunzeln. Vor allem er und Küng zählen zur absoluten Weltspitze im Kampf gegen die Uhr und ein Ausfall von einem der beiden, ist für die Schweiz nicht kompensierbar.
"Wir hatten nach Küngs Ausfall keine Vorbereitung. Das hat die Aufgabe schwieriger gestaltet. Wir haben das Beste daraus gemacht", resümierte Bissegger, der selbst noch die Anstrengungen des Vortages spürte. Der Regen und die damit rutschigen Straßenverhältnisse waren für Bissegger dann zusätzlich eine kleine Handbremse.
"Ich hatte Schiss, wollte nichts riskieren und vor allem nicht stürzen. Meine beiden Teamkollegen sind allerdings so gefahren, als wäre es trocken", merkte er an. Johan Jacobs (Movistar) und Christen, die die goldene WM-Besetzungen mit Küng und Mauro Schmid (Soudal – Quick Step) ersetzten, absolvierten den Parcours mit der sechstschnellsten Zeit, büßten aber eine Minute auf die zur Zwischenzeit noch führenden Italiener ein.
Im Gegensatz zu den Männern starteten die Frauen in Bestbesetzung mit Marlen Reusser (SD Worx), Elise Chabbey und Mountainbikerin Nicole Koller, die im Ziel von der dreifachen Europameisterin getröstet wurde. "Man kann nicht jeden Tag Weltmeister werden", sagte Nationaltrainer Edi Telser zu seinen Schützlingen und Reusser meinte zu radsport-news.com: "Hier sowieso nicht."
Nach dem Ausfall von Küng sammelte das Schweizer Team seine Kräfte nochmals, wie die 32-Jährige erzählte: "Wir sind natürlich sehr traurig, was mit Stefan passiert ist, aber wir haben uns auch geschworen, dass wir das Beste daraus machen. Und von unserer Seite war es das beste Teamzeitfahren in dieser Formation."
Für das Trio wurde es noch die viertbeste Zeit bei den Frauen. "Es reicht halt nicht immer, das war aber auch nicht unsere Strecke", so Reusser, wobei die Schweizerinnen nur um Hundertstel langsamer waren als die Frauen-Trios der Niederlande und Polen, die Platz vier und fünf belegten.
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