Vuelta-Sieger denkt nicht an einen Teamwechsel

Kuss: “Was ich bei Jumbo - Visma habe, ist einzigartig“

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Sepp Kuss (Jumbo - Visma) hat die Vuelta a Espana 2023 gewonnen. | Foto: Cor Vos

09.11.2023  |  (rsn) – Vuelta-Sieger Sepp Kuss fühlt sich bei Jumbo – Visma wohl in seiner Rolle als Grand-Tour-Edelhelfer, der auch seine Freiheiten bekommt – so wie eben bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt, die der US-Amerikaner vor seinen beiden Teamkollegen Jonas Vingegaard und Primoz Roglic gewinnen konnte.

Im Gegensatz zu Roglic, der sich nach acht erfolgreichen Jahren im niederländischen Rennstall mit seinen Ambitionen künftig bei Bora – hansgrohe besser aufgehoben fühlt, denkt Kuss, dessen Vertrag bei Jumbo – Visma Ende 2024 ausläuft, derzeit nicht an einen Teamwechsel. “Ich werde mir das in Ruhe ansehen. Es gibt andere Optionen, bei denen ich mehr Freiheit haben könnte. Zugleich ist das, was ich bei Jumbo-Visma habe, einzigartig. Ich kann meine eigenen Möglichkeiten nutzen und dann wieder Domestike sein. Beide Rollen machen mir Spaß“, betonte Kuss gegenüber der niederländischen Zeitung Telegraaf.

In der abgelaufenen Saison ging das Kalkül perfekt auf. Kuss bestritt fünf Mehrtappenrennen, allesamt auf WorldTour-Level, und war einer der wenigen Fahrer, die alle drei großen Rundfahrten absolvierten. Dabei war er beim Giro-Sieg von Roglic genauso wichtigster Helfer wie im Juli bei Vingegaards erfolgreicher Tour-Titelverteidigung.

Bei der Vuelta schließlich kristallisierte er sich als Kapitän heraus, wobei er sich im Hochgebirge durchaus auch Attacken von Vingegaard und Roglic zu erwehren hatte. Letztlich aber behauptete er sich gegen die beiden Top-Stars, auch wenn er anmerkte: “In einigen Situationen haben Jonas und Primoz ihre Ambitionen zurückgestellt.“

Nachdem er sich mittlerweile in den Kreis der Grand-Tour-Champions eingereiht hat, wurde er auch nach der Tour de France als mögliches Ziel befragt. “Das ist nichts, womit ich mich beschäftige. Ich möchte Jonas (Vingegaard) bei der Tour wieder helfen und meinen Platz im Klassement behaupten“, so der diesjährige Gesamtzwölfte der Frankreich-Rundfahrt, der dann aber doch nochmal mit der Tour beschäftigte: "Um sie zu gewinnen, müsste ich einfach nur im besten Team der Welt fahren.“

Das ist laut offizieller UCI-Weltrangliste zwar UAE Team Emirates, aber in Sachen großer Rundfahrten zweifelsohne Jumbo – Visma.

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