UAE-Star spielt in Katalonien mit der Konkurrenz

Nach einem Scherz im Gebüsch machte Pogacar Ernst

Von Joachim Logisch

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Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) leistete sich zu Beginn der 2. Etappe der Volta a Catalunya mit seinem Team-Kollegen Domen Novak (rechts) einen kleinen Spaß. | Foto: Cor Vos

19.03.2024  |  (rsn) - Mit Jonas Vingegaard als Gegner bei der Katalonien-Rundfahrt hätte sich Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) diesen Scherz vielleicht nicht getraut, möglicherweise hätte ihn Visma – Lease a Bike auch nicht weggelassen. So aber leistete sich der Slowene im Verlauf der 2. Etappe mit Ziel an der Skistation Vallter 2000 einen kleinen Spaß, um danach Ernst zu machen. Pogacar gewann den Tagesabschnitt mit 1:23 Minuten Vorsprung auf Mikel Landa (Soudal – Quick-Step) und übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung.

164 Kilometer vor dem Ziel hatte sich Pogacar mit seinem Teamkollegen Domen Novak vom Hauptfeld abgesetzt. Lange Fluchten sind die Konkurrenten ja vom zweimaligen Toursieger gewohnt, zuletzt hatte Pogacar die Strade Bianche nach einem 81 Kilometer langen Solo gewonnen.

Doch diesmal stand ihm (noch) nicht der Sinn danach, seine Alleinstellung bei der Volta Ciclista a Catalunya zu beweisen. "Das war nur zum Spaß", erzählte Pogacar hinterher schmunzelnd im Ziel. "Nach unserem Angriff hielten Domen und ich schnell an, um zu pinkeln. Danach versteckten wir uns im Gebüsch, um das Peloton in die Irre zu führen", scherzte er.

Als er wieder zurück im Peloton war, dauerte es bis zum ersten großen Berg des Tages, bis er sich wieder ganz vorne zeigte. Am Coll de Coubet (950 m / 1. Kat.) ließ er fünf seiner Helfer Tempo bolzen, um dann in der Abfahrt im Regen erstmals in die Offensive zu gehen. "Ich habe mich gut gefühlt und bin einfach mein eigenes Tempo gefahren, das war also nichts Besonderes", schwächte Pogacar später ab. Er wollte wohl nur mal die Aufmerksamkeit seiner Gegner testen.

 

Im elf Kilometer langen und durchschnittlich 7,6 Prozent steilen Schlussanstieg zur Skistation Vallter 2000 auf 2135 Metern Höhe war dann aber Schluss mit Lustig. 6,5 Kilometer vor dem Ziel startete Pogacar im Nebel und von den Kameras nicht eingefangen einen Angriff, dem niemand folgen konnte. "Ich bin so schnell gefahren, wie ich konnte, in der Hoffnung, so schnell wie möglich in einem warmen Presseraum sitzen zu können", scherzte Pogacar am Ende der Strapazen in der Siegerpressekonferenz dann wieder gut gelaunt.

Am Mittwoch steht am Ende der 3. Etappe die nächste Bergankunft auf dem Programm – ob Pogacar wieder derjenige ist, der am Anfang und am Ende lacht?

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