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18.04.2024 | (rsn) – Vor dem Start des 88. Flèche Wallonne in Charleroi hatte Tiesj Benoot (Visma – Lease a Bike) noch mehr über die Geburt von Töchterchen Loes gesprochen, die am Abend zuvor zur Welt gekommen war. Der Belgier war im Krankenhaus dabei gewesen und hatte die folgende Nacht zuhause verbracht. Aus der Nähe von Gent war Benoot erst am Morgen zur Mannschaft gestoßen und hatte unter Anspielung auf den fehlenden Schlaf angekündigt: “Ich muss meine Energie heute von woanders hernehmen.“
Bei extrem widrigen Bedingungen mit Regen, Hagel und eiskaltem Wind gelang das dem 30-Jährigen erstaunlich gut. Geschützt von seinen Teamkollegen überquerte Bennot nach knapp 200 schweren Kilometern das Ziel an der Mur de Huy als Neunter, zehn Sekunden hinter dem Sieger Stephen Williams (Israel – Premier Tech), und konnte nach Rang drei beim Amstel Gold Race nun auch beim zweiten der Ardennenklassiker ein Top-Ten-Ergebnis verbuchen.
“Angesichts der Umstände habe ich mich heute gut gefühlt“, kommentierte Benoot auf der Website seines Teams seine Leistung und betonte die extremen Bedingungen, unter denen das Rennen ausgetragen werden musste. "Ich habe noch nicht oft während eines Rennens so gefroren.“
Während Favoriten wie Marc Hirschi (UAE Team Emirates) oder Mattias Skjelmose (Lidl – Trek) wegen Unterkühlung schon früh aufgaben, kämpfte sich Benoot bis ins Finale durch und wurde dafür auch belohnt. “Als es in Richtung Schlussanstieg ging, habe ich mich besser gefühlt“, sagte er – auch wenn dann doch die entscheidenden Körner fehlten. “Am Ende waren meine Beine leer.“
Dennoch zeigte sich Benoot sehr zufrieden mit dem Verlauf des Rennens. “Alles in allem ist ein Top-Ten-Ergebnis beim Flèche Wallonne aber ein exzellentes Ergebnis. Und jetzt blicke ich optimistisch auf Lüttich-Bastogne-Lüttich“, sagte er über den letzten und schwersten der Ardennenklassiker, der am Sonntag auf dem Programm steht.
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