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01.06.2024 | (rsn) – Mit Gesamtsiegen in allen drei Grand Tours war Jumbo – Visma 2023 das Rundfahrtteam schlechthin. Doch nach dem Abgang von Primoz Roglic und den Verletzungen von Jonas Vingegaard und Wout van Aert im Frühjahr sind die Mannen in Gelb in diesem Jahr das große Fragezeichen bei den dreiwöchigen Rundfahrten.
Beim Giro d'Italia schied Cian Uijtdebroeks früh krankheitsbedingt aus und Visma – Lease a Bike musste sich auf die Etappenjagd beschränken, gewann aber nur das neunte Teilstück mit Olav Kooij im Sprint. Auch vor der kommenden Tour de France stehen noch große Fragezeichen hinter den Möglichkeiten der Überflieger-Mannschaft der letzten Jahre.
Beim Critérium du Dauphiné (2.UWT) nun soll ab Sonntag eine Antwort darauf gefunden werden, wie gut die Mannschaft hinter Tour-Titelverteidiger Vingegaard derzeit ist. Matteo Jorgenson und Sepp Kuss führen das Team in die einwöchige Rundfahrt und messen sich dort mit einigen der wichtigsten Podiumskandidaten für die Frankreich-Rundfahrt: Roglic (Bora – hansgrohe), Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) und Juan Ayuso (UAE Team Emirates).
"Wir gehen mit hohen Erwartungen ins Rennen, wissen aber auch, dass wir erst bei der Tour de France in rund vier Wochen in Top-Form sein werden", erklärte Vismas Sportlicher Leiter Frans Maassen vor der Tour-Generalprobe, die am Sonntag in Saint-Pourcain-sur-Sioule beginnt und fünf Bergankünfte sowie ein 35-Kilometer-Einzelzeitfahren beinhaltet.
"Das Level wird zweifelsfrei hoch sein, aber das ist nach dem letzten Trainingsblock nur gut", meinte Jorgenson, der im März immerhin Paris-Nizza gegen Roglic und Evenepoel für sich entscheiden konnte und einer der Stars des Frühjahrs war. Der 24-Jährige schultert gemeinsam mit Vuelta-Sieger Kuss die Visma-Hoffnungen bei der Tour, wenn Vingegaard nicht rechtzeitig die von der Teamleitung als Start-Voraussetzung genannten 100 Prozent erreicht.
Umso wichtiger ist es nun, in den französischen Alpen zu sehen, wo die beiden US-Amerikaner im Vergleich mit der Konkurrenz stehen. "Wir gehen mit GC-Ambitionen für Sepp und mich ins Rennen. Wir starten mit sieben starken Fahrern, von denen die meisten zuletzt gemeinsam die Tour-Vorbereitung bestritten haben", so Jorgenson, der gemeinsam mit seinen Teamkollegen aus einem Höhentrainingslager kommt. "Ich bin gespannt auf meine Form."
Entscheiden wird sich das Critérium du Dauphiné voraussichtlich erst am Schlusswochenende. Nachdem Einzelzeitfahren von Neulise am Mittwoch stehen mit den Bergankünften in Le Collet d'Allevard (11,2 km bei 8,1 %), in Samoens 1600 (10 km bei 9,3 %) und am Plateau de Glières (9,4 km bei 7,1 %) am Freitag, Samstag und Sonntag die schwersten Etappen an. "Das Finale ist extrem schwer. Da wird sich niemand verstecken können. Und auch das Zeitfahren am Mittwoch wird einen Unterschied machen zwischen den GC-Fahrern", ist sich Jorgenson sicher.
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