Dauphiné-Team folgt kommende Woche

Van Aert und Laporte trainieren mit Vingegaard in der Höhe

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Wout van Aert (Visma - Lease a Bike, li.) und Jonas Vingegaard bei der Tour de France 2023 | Foto: Cor Vos

04.06.2024  |  (rsn) – Visma - Lease A Bike versammelt nach und nach seine möglichen Tourstarter in Tignes, wo sich das Team auf die am 29. Juni in Florenz beginnende Tour de France (2.UWT) vorbereiten soll. Insgesamt stehen zehn Fahrer auf der Longlist, aus der sich dann das achtköpfige Aufgebot für die 111. Frankreich-Rundfahrt zusammensetzen wird.

Nachdem der zweimalige Toursieger Jonas Vingegaard bereits vor einer Woche angereist war, machten sich am Montag auch Wout van Aert und Christophe Laporte auf den Weg ins Höhentrainingslager. Nach Abschluss des Critérium du Dauphiné (2.UWT) stoßen dann noch alle sieben dortigen Starter - darunter die beiden US-Amerikaner Sepp Kuss und Matteo Jorgenson – zu dem Trio. Wie cyclingnews.com schrieb, werde dann in rund zwei Wochen die endgültige Entscheidung über den Tourkader fallen.

Während Vingegaard nach seinem schweren Sturz Anfang April bei der Baskenland-Rundfahrt erst ab dem 7. Mai wieder Straßentraining absolviert, gab van Aert – der sich Ende März bei Dwars door Vlaanderen das Schlüssel- und das Brustbein sowie sieben Rippen gebrochen hatte – bei der Tour of Norway (2.Pro) in der vergangenen Woche ein, zumindest was seine rechtzeitige Genesung vor der Tour de France betrifft, zuversichtlich stimmendes Comeback.

Nachdem er auf den ersten beiden schwereren Etappen abgehängt worden war, landete er in den Sprints der beiden Schlusstage jeweils in den Top 5. "Vielleicht kam die Norwegen-Rundfahrt noch etwas zu früh für ihn. Aber er ist Wout van Aert. Er hat sich schnell erholt und sich jeden Tag verbessert. Er hatte nach Norwegen ein gutes Gefühl, aber natürlich liegt noch viel Arbeit vor ihm", kommentierte Vismas Sportlicher Leiter Frans Maassen gegenüber Het Laatste Nieuws den Auftritt des Belgiers.

Hinter van Aerts möglichem Tourstart steht allerdings genau wie hinter dem von Vingegaard noch ein Fragezeichen. Der 29-Jährige hatte ursprünglich sein Giro-Debüt geplant und wollte diesmal auf die Tour verzichten, um sich auf die Olympischen Spiele vorzubereiten, wo er vor allem im Zeitfahren um die Goldmedaille kämpfen will, aber angesichts der dortigen Strecke auch im Straßenrennen gute Chancen haben dürfte.

Wie es hieß, sähe das Team nach Vingegaards schwerer Verletzung nun aber van Aert gern am Start des größten Radrennens der Welt. Nach Maassens Worten werde man es allerdings dem neunmaligen-Tour-Etappensieger überlassen, ob er die Frankreich-Rundfahrt in sein Programm nehme oder nicht: "Er ist schlau, er kann selbst beurteilen, ob er die Tour braucht, um seinen Olympiatraum zu verwirklichen, oder ob es besser ist, im Juli ein Höhentrainingslager in Livigno zu absolvieren."

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