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27.03.2025 | (rsn) – Alles deutet darauf hin, dass die Tour de France, der Giro d'Italia und die Vuelta a Espana jeweils eine Wildcard mehr verteilen können und damit künftig 23 Teams am Start der dreiwöchigen Landesrundfahrten stehen. Gefordert wurde diese Aufstockung hauptsächlich von Giro-Veranstalter RCS Sport und Unipublic, das seit 1979 die Vuelta austrägt. Die A.S.O., verantwortlich für die Tour de France, hielt sich hingegen bedeckt und lässt gegenwärtig offen, ob sie eine zusätzliche Wildcard vergeben würde.
Wie der Radsportweltverband UCI nun mitteilte, habe die Mehrheit der Mitglieder des Professional Cycling Council (PCC) einem entsprechenden Vorschlag zugestimmt. Am 31. März wird nun noch das UCI-Managementkomitee darüber abstimmen, wie es hieß.
Aber nicht überall stößt der Vorschlag der PCC auf uneingeschränkten Zuspruch. Denn ein Team, das maßgeblich von dieser Entscheidung profitieren könnte, gleichzeitig aber das späte Einreichen des Vorschlages monierte, ist Q36.5, die neue Mannschaft von Olympiasieger Tom Pidcock. So weiß der Brite auch sechs Wochen vor Beginn des Giro immer noch nicht, ob er dort starten oder stattdessen einen Schwerpunkt auf die Frühjahrsklassiker legen soll. Eine verzwickte Situation für eine eine vernünftige Vorbereitung.
Das findet auch Thor Hushovd, der Teammanager des Zweitdivisionärs Uno-X Mobility. "Es besteht kein Zweifel daran, dass dieses Problem schon viel zu lange existiert und sich für uns auch wohl noch lange hinziehen wird", beschwerte sich Hushovd in einem Interview mit wielerflits.nl über die aktuelle Situation. "Das hält uns von der Vorbereitung ab, die wir idealerweise machen wollen".
Zweifelhaft müsste eine Pro-Entscheidung durch die UCI auch hinsichtlich der aktuell geführten Sicherheitsdebatten im Profi-Radsport betrachtet werden. Denn: eine Aufstockung auf 23 Teams bedeutete acht Fahrer mehr im Peloton, was, besonders auf schmalen und verwinkelten Straßen, das Sturzrisiko nochmals erhöhen dürfte.
Zudem unterstützt das PCC auch einen Vorschlag, “später in der Saison“ Übersetzungsbeschränkungen während eines Rennens zu testen.
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