Nach verpatztem Saisonstart optimistisch für Flandern

Niewiadoma hofft bei der Ronde auf die Power aus dem Vorjahr

Von Jens Claussen

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Kasia Niewiadoma (Canyon - Sram - zondacrypto) beim Omloop Nieuwsbald, bei dem sie Platz 37 belegte. | Foto: Cor Vos

03.04.2025  |  (rsn) - Diese Szene gefiel Kasia Niewiadoma (Canyon – SRAM – zondacrypto) beim gestrigen Dwars door Vlaanderen (1.Pro) überhaupt nicht: Als Elisa Longo Borghini (UAE - ADQ) zu ihrem letztendlich erfolgreichen Solo über 25 Kilometer ansetzte, konnte die Tour-de-France-Siegerin das Hinterrad der Italienischen Meisterin nicht halten. Dementsprechend enttäuscht von ihrer eigenen Leistung zeigte sich Niewiadoma nach dem Rennen - allerdings auch zuversichtlich mit Blick auf die bevorstehende Flandern-Rundfahrt (1.WWT).

“Es ist definitiv eine Enttäuschung, von Longo Borghinis Rad abzufallen. Manchmal geht es nur um diese zusätzlichen Leidenssekunden. Aber als wir aus dem Sattel in die nächsten Kopfsteinpflasterpassage gingen, fühlte es sich einfach so an, als könnte ich keinen Rhythmus finden“, sagte sie im Ziel gegenüber cyclingnews.com.

Nachdem sich Niewiadoma zunächst von den Sturzverletzungen bei Strade Bianche (1.WWT) erholen musste, kam sie beim ersten Monument des Jahres, Sanremo Women, als Fünfzehnte mit 28 Sekunden Rückstand auf Siegerin Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) ins Ziel. Obwohl ihr Motor noch nicht auf Hochtouren läuft, zeigte sich die Zweite des Vorjahrs für die am Sonntag anstehende 22. Ausgabe der Flandern-Rundfahrt der Frauen zuversichtlich.

 

“Trotz der kleinen Ernüchterung kann ich ganz zufrieden mit dem Rennen sein“, so Niewiadoma, die letztlich Rang 13 in Waregem belegte. “Es war ein letzter, harter Wettkampf vor Flandern und es war nochmal interessant zu sehen, wer wirklich stark ist. Wenn ich am Sonntag bei Elisa bleiben könnte, wäre ich super glücklich. Die Flandern-Rundfahrt liegt mir mit der Vielzahl an Anstiegen noch mehr und ich hoffe, dass ich dann im Flachen stärker sein kann als am Mittwoch. Dort fehlte mir definitiv die Power“, fügte die 30-Jährige selbstkritisch an.

Nun hofft Niewiadoma auf die Kraft, mit der sie sich bei der letztjährigen Austragung auf den finalen flachen Kilometern nach Oudenaarde hinein mit dem Lidl-Trek-Duo Longo Borghini und Shirin van Anrooij entscheidend absetzen konnte – um sich schließlich bei ihrer zehnten Ronde-Teilnahme erstmals einen Podiumsplatz zu sichern.

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