Stimmen zur 19. Etappe der Vuelta a Espana 2025

Turner: “Wir wurden dann aber doch von Alpecin überspült“

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Ben Turner (Ineos Grenadiers) | Foto: Cor Vos

12.09.2025  |  (rsn) – Fast zwei Wochen nach seinem bisher letzten Vuelta-Etappensieg musste sich Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) gedulden, ehe er die nächste Chance erhielt. Und die wusste der 27-jährige Belgier nach perfekter Vorbereitung seines Teams prompt zu nutzen.

Auf der 19. Etappe ließ Philipsen nach 161,9 Kilometern zwischen Rueda und Guijuelo im Bergaufsprint dem Dänen Mads Pedersen (Lidl – Trek) und allen weiteren Konkurrenten keine Chance und holte sich seinen dritten Tagessieg bei dieser 80. Ausgabe.

Nach dem er im gestrigen Zeitfahren zehn Sekunden gegenüber Joao Almeida (UAE – Emirates – XRG) eingebüßt hatte, machte Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma) als Zweiter des Zwischensprints vier Sekunden gegenüber dem Portugiesen gut und geht mit nunmehr 44 Sekunden Vorsprung auf die entscheidende letzte Bergetappe.

Stimmen zur 19. Etappe der Vuelta a Espana 2025:

Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck / Sieger / Ziel-Interview): ”Es war eine wirklich schwere Zielgerade, vor allem, nachdem ich elf Tage lang nicht alles geben musste. Das tat weh! Wie schon die gesamte Vuelta, war die Mannschaft auch heute wieder superstark. Jonas (Rickaert) und Edward (Planckaert) sind supergut gefahren. Ich hatte an ihrem Hinterrad Probleme, aber ich sah die Ziellinie und habe durchgehalten. Wir werden es am Sonntag nochmal probieren. Ich freue mich da wirklich drauf, denn es waren schwere drei Wochen.“

Mads Pedersen (Lidl – Trek / Zweiter / Ziel-Interview): ”Mein Grünes Trikot sitzt jetzt ziemlich fest. Ich hatte heute nicht den besten Tag, wir können also mit Platz zwei zufrieden sein. Alpecin und Jasper sind auch ein perfektes Leadout gefahren. Da kommt man nur schwer gegen an. Es war ein ordentlicher Tag und wir haben wichtige Punkte geholt, das zählt. Jetzt muss schon etwas wirklich schiefgehen, damit wir das Trikot bis Madrid noch verlieren.“

Orluis Aular (Movistar / Dritter / Eurosport): ”Es war ein schwerer Sprint, denn es ging doch ziemlich bergauf und es gab auch Gegenwind. Aber ich war vorn dabei, weil meine Mannschaft mich gut positioniert hat. Ich habe es probiert und kann zufrieden sein. Ich kämpfe weiter bis nach Madrid, aber Philipsen ist einfach zu stark.“

Jenthe Biermans (Arkea – B&B Hotels / Vierter / Eurosport): ”Das hat heute viel Energie gekostet. Es war wegen des Windes sehr hektisch. Zum Schluss ist aber nichts passiert und im Finale war ich am Hinterrad von Pedersen immer gut positioniert. Ich bin sehr zufrieden mit dem dritten (vierten, d.Red.) Platz. Das Team hat toll gearbeitet, vor allem Leandre (Lozouet), Victor (Guernalec) und Pierre (Thierry). Wir hatten einen Plan, wir haben uns an ihn gehalten und wussten, dass mit dieses Finish liegt. Vierter hinter diesen tollen Sprintern, das ist sehr gut für uns.“

Ben Turner (Ineos Grenadiers / Fünfter / Eurosport): ”Es war verrückt. Weil es leicht bergauf ging, hat es mir echt die Beine gekillt. Meine Jungs waren fantastisch, ich möchte ihnen danken. Wir wurden von hinten dann aber doch von Alpecin überspült. Ich musste an deren Zug springen. Ich bin etwas enttäuscht, aber ich habe alles gegeben. Mehr kann ich nicht tun.“

Arne Marit (Intermarché - Wanty / Sechster / Eurosport): ”Ich hatte das Gefühl, dass alle wegen der schweren letzten Tage müde waren. Die Etappe heute wurde als Erholungstag gesehen. Das hieß aber auch, dass es im Finale einen großen Kampf geben würde. Und das war dann auch so. 7,5 Kilometer vor dem Ziel gab es eine Linkskurve, die wirklich wichtig war. Danach ging es nur noch geradeaus. Unser Team hat es dort perfekt gemacht, das hieß aber auch, dass wir danach nicht mehr so viele Fahrer für die letzten beiden Kilometer hatten. Mit Dries (de Pooter) war dann das Timing sehr wichtig. Aber um ehrlich zu sein war das Finale so schwer, dass mit das Lactat schon in die Beine geschossen war.

Edward Planckaert (Alpecin – Deceuninck / 20. / Eurosport): ”Wir vertrauen einander. Es ist ein Traum hinter Jonas (Rickaert) zu sein. Wir geben alles, was wir haben. Und wenn es dann klappt, ist es perfekt! Wir hatten uns auf diesen Tag gefreut. Wir wussten, dass es schwer werden würde, den Sprint herbeizuführen. Letztendlich hat es aber geklappt."

Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Rotes Trikot / Eurosport): ”Es war vor dem Zwischensprint ziemlich chaotisch. Wir waren vorn dabei und haben spontan beschlossen, es zu versuchen. Wir mussten sowieso vorn sein, um im Wind nicht in die Probleme zu geraten. Zum Glück hat es geklappt und ich habe die vier Sekunden mitgenommen. Es ist schön, aber es würde mich überraschen, wenn diese vier Sekunden die Vuelta entscheiden würden.“

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