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26.11.2025 | (rsn) – Vor nunmehr viereinhalb Jahren wechselte Rainer Kepplinger (Bahrain Victorious) vom Ruder- zum Radsport. Nach ersten Erfolgen in Österreich ging es für ihn rasch in die WorldTour, wo der Österreicher nun von Bahrain Victorious mit einer Vertragsverlängerung bis Ende 2026 belohnt wurde. Der 28-Jährige Quereinsteiger wartet allerdings noch auf seinen ersten großen Erfolg, die Umstellung zum Radprofi hat er aber geschafft und fühlt sich im Peloton ausgesprochen wohl.
“Ich glaube, jedes Jahr bringt seine Veränderungen mit und man lernt dazu. Am Ende hast du immer gute Rennen dabei und manchmal läuft es einfach nicht so“, blickte der Kepplinger im Gespräch mit RSN auf sein Jahr 2025 zurück. Aus dem Winter kam Kepplinger in sehr guter Form, was er mit einer starken AlUla-Tour in Saudi-Arabien prompt unter Beweis stellte. ___STEADY_PAYWALL___
Nur Tom Pidcock (Q36.5) war etwa am Bir Jaydah Mountain stärker und siegte vier Sekunden vor dem Oberösterreicher, der auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung einnahm. Auch am vierten Tag landete Kepplinger auf dem Tagespodium, ehe er am Schlusstag auf den Windkanten seine Spitzenposition doch noch einbüßte: “Als die ersten Gruppen sich bildeten, war ich noch gut platziert, hatte dann aber einen platten Reifen und war hinten. Wir konnten wieder ranfahren, doch die vorderste Gruppe um Pidcock war da schon weg. Es war echt bitter das Gesamtwertungspodium am letzten Tag so knapp zu verlieren", sagte Kepplinger nun.
Rainer Kepplinger (Bahrain Victorious) fühlt sich im Peloton immer wohler. | Foto: Cor Vos
Er fiel noch auf den fünften Rang zurück, gleich drei Fahrer aus dem Uno-X-Team schoben sich noch an ihm vorbei. 14 Sekunden fehlten Kepplinger auf den zweiten Platz am Ende. Es folgte für ihn dann die Valencia-Rundfahrt, welche sein Team mit Santiago Buitrago gewinnen konnte. “Das war gleich ein richtig guter Start in die Saison. Beide Rundfahrten verliefen sehr gut“, erinnerte sich Kepplinger, der auch bei der UAE Tour auf Gesamtrang 13 vorne landete, sein Teamkollege Pello Bilbao wurde sogar Dritter.
“Bei solchen Rundfahrten habe ich durchaus meine Möglichkeiten, vorne mitzumischen. Ich bin nicht der Leichteste am Berg, deswegen ist es für mich oft besser, wenn die Etappe davor nicht zu schwer ist“, analysierte Kepplinger seine Stärken, die er vor allem bei leichteren Rundfahrten ausspielen kann. Je schwerer die Rennen aber werden, desto mehr findet sich Kepplinger in der Helferrolle, die er bei seinen folgenden Starts nicht lange ausspielen konnte.
Denn sowohl bei der Katalonien- als auch bei der Ungarn-Rundfahrt war für ihn nach Stürzen vorzeitig Schluss und er verlor wichtige Trainingswochen. Seinen ersten Rennblock beendete er dann in Slowenien und der Schweiz sowie bei den Nationalen Titelkämpfen in Österreich, wo er die Bronzemedaille im Kampf gegen die Uhr gewann. “Ich hatte heuer nicht viele Zeitfahren in meinem Kalender und habe die Disziplin daher im Training auch ein wenig vernachlässigt“, zeigte er sich nicht ganz zufrieden mit seinem Abschneiden.
Den zweiten Saisonblock begann Kepplinger in Spanien bei der Burgos-Rundfahrt. “Dort habe ich leider Fieber bekommen und bin daher für die Vuelta ausgefallen. Das war sehr bitter, weil ich dadurch fast keine Einsätze bis Jahresende mehr hatte“, sagte er. Es folgten noch in Italien Gran Piemonte und die Lombardei-Rundfahrt sowie zum Saisonabschluss der Japan Cup.
Auch 2026 fährt Kepplinger im Trikot von Bahrain Victorious. | Foto: Cor Vos
Nach dem Ende seiner dritten Profisaison betonte er nochmals die Unterschiede zwischen den beiden Sportarten. “Ich glaube, der größte Unterschied zum Rudersport ist, dass du dich im Radsport nicht so gezielt auf einzelne Wettkämpfe vorbereitest, weil du halt durchgehend Saison hast. Dadurch bietet der Sport aber mehr Chancen, denn hast du eine gute Phase, dann stehen dir auch viele Möglichkeiten offen“, erzählte Kepplinger
2026 würde er gerne wieder eine Grand Tour bestreiten und genauso gut in das Jahr starten wie diesmal, wie Kepplinger abschließend erklärte.
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