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08.12.2025 | (rsn) – Mehrere Sportarten auf einem hohen Niveau zu betreiben ist alles andere als einfach. Im Nachwuchs sauste Tabea Huys (Liv Alula – Jayco Continental) im Triathlon, im Schwimmen und auch im Radsport zu zahlreichen Titeln. Nun scheint die Konzentration immer mehr dem Rad zugeneigt, auch wenn im ablaufenden Jahr neben dem Sport auch noch das schulische Ausbildungsfinale bei der jungen Österreicherin am Programm stand.
“2025 war echt ein schweres Jahr für mich, denn zum einen wartete mein schulischer Abschluss mit der Matura, zum anderen habe ich in zwei Sportarten, mit Triathlon und Radsport, meine Wettkämpfe bestritten. Das alles unter einen Hut zu bekommen ist nicht so einfach“, sagte die 20-jährige Tirolerin im Gespräch mit radsport-news.com, wobei sie auch ihre Hauptbeschäftigungen des Jahres anführte: Lernen, Schwimmen, Laufen und eben Radfahren. ___STEADY_PAYWALL___
Die vielseitige Sportlerin kommt eigentlich vom Schwimmen, errang auch dort zahlreiche Meistertitel im Nachwuchs und absolviert jetzt neben dem Radsport auch noch Sprinttriathlons und einige auf der Olympischen Distanz. Im Radsport war sie für das Continentalteam von Liv - Alula – Jayco unterwegs, wird aber 2026 wechseln. Wohin die Reise geht, wollte die Österreicherin noch nicht verraten, aber definitiv will sie im kommenden Jahr mit Radsport und Triathlon noch einmal auf zwei Hochzeiten tanzen.
“Es wird sicher eine entscheidende Saison für mich, denn ich werden 2026 zum wohl letzten Mal beide Sportarten kombinieren. Im Vergleich zum Triathlon ist der Radsport eine andere Welt, denn es ist ein Teamsport“, so Huys, die sich vor zwei Jahren bei den Weltmeisterschaften in Glasgow ins Rampenlicht fuhr als Vierte des Einzelzeitfahrens der Juniorinnen.
Nicht immer lief alles nach Wunsch bei der jungen Tirolerin | Foto: Peter Maurer
Mit ihrem Radsportjahr 2025 sei sie ganz zufrieden, vor allem bei den Welttitelkämpfen wusste sie erneut zu überzeugen, mit einem neunten Rang im Einzelzeitfahren und Platz 13 im Straßenrennen der U23 in Ruanda. Auch bei den Europameisterschaften holte sie in dieser Altersklasse eine Topplatzierung heraus und wurde Achte.
“Ich habe sowohl Kigali als auch die Ardèche in guter Erinnerung, auch wenn mir dort das Straßenrennen etwas zu schwer war. Vor allem das Straßenrennen der Weltmeisterschaften war nicht nur gut, sondern auch sehr lehrreich“, berichtete die Tirolerin, die in Kigali immer wieder auf dem hügeligen Kurs den Anschluss an die vorderste Gruppe verlor, sich aber auch immer wieder zurückkämpfte und so noch ein sehr gutes Ergebnis einfahren konnte.
Bis zum Zielstrich um ein Topergebnis gekämpft im U23-Straßenrennen in Kigali | Foto: Arne Mill/Cycling Austria
“Ich habe gelernt, dass es erst am Zielstrich wirklich vorbei ist. Ich bin so oft abgerissen und habe mich immer wieder zurückgekämpft. Ich war echt stolz, wie gut ich durchgekommen bin durch das WM-Rennen“, blickte Huys zurück und fügte an: “Ich habe mich echt gut entwickelt in diesem Jahr und ich hoffe, dass es so weiter geht.“
Mit ihrem Team bestritt sie erstmals auch Rennen der Pro-Kategorie, der zweithöchsten im Frauen-Radsport. “Und es ging mir gar nicht so schlecht dabei. In Frankreich zum Beispiel am Jahresende, beim zweiten Rennen in Fourmies, hatte keiner damit gerechnet, dass ich mit der Gruppe ankomme“, erinnerte sie sich. Auch bei der Polen-Rundfahrt lieferte sie eine gute Arbeit als Helferin ab.
Das Einzelzeitfahren soll die Paradedisziplin bleiben | Foto: Arne Mill/Cycling Austria
“Der Radsport hat mir heuer viel gegeben und mehr Freude gemacht. Jetzt heißt es zu lernen, dass man Rennen mitgestaltet und nicht nur mitfährt. Eine Kletterspezialistin wird zwar nie aus mir werden, aber ich habe einen guten Druck am Pedal und habe mir vorgenommen, mehr Rennen zu fahren. Das Zeitfahren ist sicherlich meine beste Disziplin, die ich weiter ausbauen will“, sagte sie und blickte ein wenig auf 2026 voraus.
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