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13.12.2025 | (rsn) – Erst einmal vor dieser Saison wagte sich die Tiroler Mountainbikerin Mona Mitterwallner auf die Straße, 2021 bei den Europameisterschaften im U23-Rennen der Frauen, bei dem sie Elfte wurde. Danach war sie, mit Ausnahme eines internen Ausscheidungsrennens für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio, welches sie gegen Anna Kiesenhofer verlor, nur abseits der Straßen zu finden.
Für 2025 entschied sie sich für eine Hybridsaison, mit Straßeneinsätzen für das Team Human Powered Health aus den USA und Mountainbike-Weltcuprennen für die spanische Mondraker-Equipe. “Ich hatte im Mountainbike einen Teamwechsel und daher die Chance gehabt, auch einen separaten Straßenvertrag aufzusetzen“, erzählte die Österreicherin im Gespräch mit radsport-news.com und erklärte, warum 2025 der beste Zeitpunkt dafür war: “Je näher die Olympischen Spiele kommen, desto weniger gilt es zu experimentieren. Von dem her war es der ideale Zeitpunkt.“ ___STEADY_PAYWALL___
Somit balancierte die 23-Jährige immer wieder zwischen den zwei Disziplinen, wobei die Straße für sie ja fast ein kompletter Neuanfang war. Sie hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine einzige Rundfahrt in ihrem Leben bestritten. “Das ist auch der größte Unterschied, denn im Cross-Country gehst du 90 Minuten voll ans Limit, während es bei einer Rundfahrt erst am fünften Tag so richtig zur Sache geht“, schilderte die Silzerin.
Erstmals im Straßenpeloton fand sich Mitterwallner in diesem Jahr | Foto: Human Powered Health
Ihr Straßenprogramm begann sie im Februar und musste sich erst an die Hektik des Pelotons gewöhnen. Außerdem plagte sie eine Knöchelverletzung aus dem Winter, die sie sich bei einer Skitour zuzog. Anfang April beim Mountainbike-Weltcupauftakt in Brasilien nahm sie noch einen Magenvirus mit nach Hause, nicht die perfekte Vorbereitung auf die Vuelta España Femenina. “Es war eine ziemlich anstrengende Zeit, weil ich kaum eine Woche zu Hause war“, erinnerte sie sich.
Zwar lieferte sie mit Rang zwei beim Grand Prix Féminin de Chambéry eine perfekte Generalprobe ab, doch die Vuelta endete für sie nach dem dritten Tag mit einem Sturz. Eine Gehirnerschütterung zwang die Österreicherin zur Aufgabe und sie widmete sich wieder einem Mountainbike-Block, welcher ihr den Weltcupsieg in Nove Mesto brachte.
In Nove Mesto holte sich die Österreicherin den dritten Weltcupsieg ihrer Karriere | Foto: Monica Gasbichler/Cycling Austria
Ihre weiteren Straßenauftritte reduzierten sich auf die Pyrenäen-Rundfahrt, wo sie starke Sechste der Gesamtwertung wurde und die Tour de France Femmes. “Ich bin zu wenig ausgeruht in das Rennen gegangen und es war echt eine brutale Erfahrung im Feld. Gefühlt ist es um Leben und Tod gegangen, niemand hat dir auch nur einen Zentimeter geschenkt“, erinnerte sie sich an ihr hektisches Tourdebüt. Ihre eigenen großen Erwartungen an ein Topergebnis konnte sie nicht erfüllen, landete auf Rang 65 der Gesamtwertung.
“Ich liebe es Rennen zu fahren, aber den meisten Spaß macht es halt, wenn man gewinnt. Im Mountainbike-Sport kommt es viel auf die eigene Leistung und Fahrweise an, der Straßensport ist da viel komplexer mit der Renntaktik. Was mir auch fehlt ist die Explosivität“, analysierte Mitterwallner, die nach der Tour so gar nicht mehr in die restliche Saison rein fand und über Hüftprobleme klagte.
Der Grand Raid Verbier endete mit Bronze für die dreifache Marathon-Weltmeisterin | Foto: Michal Cerveny/Cycling Austria
“Ich habe dadurch völlig meine Leistungswerte verloren, war weit weg von meinem persönlichen Standard“, erzählte sie und gewann trotzdem noch die Bronzemedaille bei den Marathon-Weltmeisterschaften die am schweren Parcours des Grand Raid Verbier ausgefahren wurden nach einer Fahrzeit von über sieben Stunden. “Irgendwie bin ich heuer gegen die Wand gefahren und das Ziel für 2026 ist, das nicht zu wiederholen“, meinte Mitterwallner.
Für die nächste Saison will sie die Straße und Mountainbike wieder kombinieren, allerdings etwas reisereduziert. “Vermutlich werde ich auf die Weltcups in Südkorea verzichten, weil die Erfahrungen mit den Übersee-Reisen nicht gut waren heuer. Da bin ich lieber bei anderen Rennen besser, als wenn mir ein Virus wochenlang nachhängt. Will ich mehr gewinnen, dann muss ich dafür Opfer bringen“, blickte sie abschließend voraus.
Auch 2026 ist sie auf der Straße für ihr US-amerikanisches Team unterwegs | Foto: Human Powered Health
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