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08.01.2026 | (rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat sich zum zweiten Mal nach 2023 zum australischen Zeitfahrmeister gekrönt. Der 30-Jährige fuhr in Perth, wo auch die Straßenrennen ausgetragen werden, auf dem 39,1 Kilometer langen Rundkurs, der drei Mal zu absolvieren war und pro Umlauf auch einen kleinen Anstieg bereithielt, als einziger Starter einen 50er Schnitt und benötigte so 46:52 Minuten. Damit war er gut eine halbe Minute schneller als der Kontinental-Fahrer Oliver Bleddyn (Brennan) und Kelland O`Brien (Jayco – AlUla, +0:40).
O’Briens Teamkollege Luke Plapp, der neben Vine zu den Favoriten auf den Titel gezählt hatte, wurde mit 2:44 Minuten nur Achter und fuhr damit weit an der Titelverteidigung vorbei. 21 Starter waren angetreten.
“Ich bin sehr zufrieden mit meiner Form, ich habe wirklich hart trainiert“, sagte Vine auf Website des australischen Radsportverbandes. “Es ist immer schön, das grün-goldene Trikot zu tragen. Ich habe das bisher nur einmal gemacht und freue mich sehr, dass ich es wieder tun darf“, so der Vize-Weltmeister im Zeitfahren, der in Ruanda nur Remco Evenepoel den Vortritt lassen musste. “Wenn wir das ganze Jahr über in Europa unterwegs sind, ist es etwas ganz Besonderes, dies in Grün und Gold zu tun. Die gelben Ärmel – ich habe dieses Jahr viele Rennen, bei denen ich damit antreten werde.“
Am Sonntag wird Vine auch im Straßenrennen der Meisterschaften an den Start gehen. Mit Hinblick auf das hügelige Profil und dem Ziel am Ende eines Anstieges wäre es nicht unmöglich für Vine, Doppel-Weltmeister zu werden. Allerdings wird er sich als Einzelkämpfer aus dem UAE-Team unter anderem gegen die Jayco-Profis in voller Teamstärke erwehren müssen. Ben O’Connor, Vierter des Zeitfahrens, könnte sich als Hauptkonkurrent entpuppen.
Auch die australischen Frauen ihre Beste im Kampf gegen die Uhr ermittelt. Den Titel sicherte sich die 20-Jährige Felicity Wilson-Haffenden (Lidl – Trek), Junioren-Weltmeisterin von 2023. Zweite wurde Vorjahressiegerin Brodie Chapman (UAE – ADQ), lediglich drei Sekunden hinter Wilson-Haffenden. Mit 18 Sekunden Rückstand wurde Josie Talbot (Liv – AlUla – Jayco) Dritte.
Die Frauen waren dabei auf der gleichen Strecke wie die Männer unterwegs, absolvierten aber eine Runde weniger. Wilson-Haffenden benötigte für die 29,3 Kilometer 40:15 Minuten. Die Frau aus Tasmanien hatte zwischenzeitlich bereits mehr als 20 Sekunden Vorsprung, bevor Chapman im Ziel nochmal für Spannung gesorgt hatte. “Das ist ein Titel, den ich unbedingt haben wollte, und ich war fest davon überzeugt, dass ich das Zeug dazu hatte“, sagte Wilson-Haffenden mit der Goldmedaille um den Hals. Es war ihr erster Sieg in einem Eliterennen - abgesehen von der WM-Mixedstaffel in Ruanda, die sie unter anderem an der Seite von Chapman gewonnen hatte. “Ich hätte nicht gedacht, dass es dieses Jahr klappen würde, aber ich bin einfach stolz auf mich und stolz darauf, dass ich mich für das Elite-Rennen entschieden habe (und nicht für den U23-Wettkampf). Es tatsächlich geschafft zu haben, fühlt sich wirklich surreal an.“
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