Windstaffel entscheidet Trofeo Llucmajor vor

Ferguson eröffnet ihre Saison mit Sieg auf Mallorca

Von Sebastian Lindner

Foto zu dem Text "Ferguson eröffnet ihre Saison mit Sieg auf Mallorca"
Cat Ferguson hat ihr erstes Rennen der Saison 2026 im Sprint aus einer kleinen Gruppe für sich entschieden. | Foto: Cor Vos

25.01.2026  |  (rsn) – Cat Ferguson (Movistar) ist mit einem Sieg ins Jahr 2026 gestartet. Die 19 Jahre alte Britin gewann die zum dritten Mal ausgetragene Trofeo Llucmajor (1.1) in der gleichnamigen Gemeinde auf Mallorca mit einem Sprint aus einer kleinen Gruppe heraus vor Clara Copponi (Lidl – Trek) und Sofie van Rooijen (UAE – ADQ). Die 135 Kilometer, die im Vorjahr noch als Trofeo Palma Femina und Fergusons Teamkollegen Marlen Reusser als Siegerin sahen, waren stark geprägt vom Wind. 50 Kilometer vor dem Ziel bildeten sich die Windstaffeln, die letztlich vorentscheidend waren.

Bestückt war jene neue Kopfgruppe mit 15 Fahrerinnen, von denen allein fünf vom Team UAE – ADQ kamen. Auch Movistar hatte vier Frauen in der Spitze, Uno-X und Lidl – Trek waren jeweils doppelt vertreten. Über viele Kilometer blieb der Vorsprung der ersten Gruppe im Bereich von etwa einer halben Minute, denn im Hauptfeld hatten die nicht vertretenen Teams noch längst nicht aufgesteckt. Das änderte sich erst etwa zehn Kilometer vor dem Ziel, als die Chancen, das Loch nochmal zu stopfen, immer kleiner wurden.

Vor allem Movistar arbeitete dafür, dass von hinten keine Gefahr mehr drohte. Aude Biannic war immer wieder an der Spitze des Feldes zu sehen. Die noch stärker aufgestellte UAE-Fraktion hatte hingegen Mühe, überhaupt die Gruppe bis ins Finale zu halten. Ferguson bekam ihren Sprint auf dem letzten Kilometer mustergültig von Arlenis Sierra vorbereitet, obwohl sie ohnehin als haushohe Favoritin auf die Zielgerade gegangen war. UAE hingegen erinnerte ein wenig an die Schlussetappe der Tour Down Under, als drei Fahrerinnen des Teams gegen Einzelkämpferin Noemi Rüegg (EF Education – EasyPost) den Kürzeren zogen.

Für Ferguson war es derweil der sechste Sieg ihre Profikarriere. "Das Team war heute angesichts des Windes definitiv der Schlüssel zum Erfolg. Ohne die Anstrengungen aller Mädchen, die durch den Wind noch verstärkt wurden, wäre der Sieg nicht möglich gewesen“, sagte sie im Ziel. "Arlenis war meine letzte Frau für den Endspurt, und ich habe in schon so viel von ihr gelernt. Sie ist wirklich jemand, zu dem ich aufschaue, und sie hat mir gezeigt, wie man sprintet“, fand Ferguson viele warme Worte für die Cubanerin, die nach einem Jahr Mutterschaftspause wieder ins Renngeschehen zurückkehrt.

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