Vorschau auf die 77. Valencia-Rundfahrt

Setzt Evenepoel auch gegen Almeida seinen Lauf fort?

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Szene der Valencia-Rundfahrt 2025 | Foto: Cor Vos

03.02.2026  |  (rsn) – Nachdem Red Bull – Bora – hansgrohe mit gleich vier Siegen in fünf Rennen die Mallorca Challenge (1.1) dominiert hat, will der deutsche WorldTour-Rennstall seine Serie auch auf dem spanischen Festland fortsetzen. Bei der am Mittwoch in Segorbe beginnenden 77. Volta Comunitat Valenciana (2.Pro) wird das stark besetzte siebenköpfige Aufgebot in erster Linie wieder auf Remco Evenepoel bauen.

Der 26-jährige Belgier führte in seinem ersten Einsatz für sein neues Team Red Bull – Bora – hansgrohe nicht nur zum Sieg im Mannschaftszeitfahren, sondern gewann auch überlegen als Solist die beiden nächsten Rennen. Sein Landsmann Arne Marit machte es am letzten Tag auf Mallorca Evenepoel nach und sicherte sich ebenfalls beim Debüt für Red Bull im Sprint der Trofeo Palma den Sieg vor dem Deutschen Max Kanter (XDS – Astana).

“Es war eine Erlösung. Zu sehen, dass ich den Killerinstinkt nicht verloren habe, bedeutet mir viel“, kommentierte der 27-jährige seinen zweiten Sieg als Berufsradfahrer, nachdem er 2021 als Neoprofi den GP de Morbihan für sich hatte entscheiden können. Bei der fünftägigen Valencia-Rundfahrt bieten sich den schnellen Männern wie Marit zum Auftakt und am Schlusstag immerhin zwei Chancen.

Dazwischen kommen die Klassementfahrer zum Zug – und damit auch Evenepoel. Der dreimalige Zeitfahrweltmeister wird vor allem das zur Mitte über einen kleineren Anstieg führende 17 Kilometer lange Einzelzeitfahren des zweiten Tages ins Auge gefasst haben, aber auch die 3. Etappe, die im Finale über einen Berg der 2. Kategorie führen wird, sowie tags darauf die Königsetappe mit der finalen 9,6-Prozent-Rampe in Teulada, der Muro del Pou dürften ihm liegen.

“Es ist immer gut, die Saison mit frühen Erfolgen zu beginnen. Das gibt einen großen Motivationsschub“, hatte Evenepoel seinen Sieg bei der Andratx–Pollenca kommentiert. Bei der Valencia-Rundfahrt wird er nun zeigen können, wohin ihn dieser Schub als nächstes tragen wird. Aber auch der Rest des Teams dürfte nach den frühen Erfolgen mit großen Ambitionen starten, so etwa Giulio Pellizzari und Aleksandr Vlasov, die sich bei ihren Saisondebüts auf die beiden bergigen Etappen fokussieren werden. 

Der 29-jährige Vlasov hat gute Erinnerungen an Valencia, schließlich gewann er gleich in seiner ersten Saison beim Red-Bull-Vorgänger Bora – hansgrohe 2022 die Rundfahrt, ehe er zwei Jahre später Gesamtdritter wurde.Ebenfalls ihre ersten Rennen in diesem Jahr werden Pellizzaris Landsmann Giovanni Aleotti sowie die beiden Deutschen Emil Herzog und Ben Zwiehoff bestreiten. Das Trio wird in erster Linie Helferaufgaben für Evenepoel übernehmen. 

Duell Evenepoel vs. Almeida im Kampf um den Gesamtsieg?

Der Doppel-Olympiasieger wird es im Kampf um den Gesamtsieg mit starker Konkurrenz zu tun bekommen. An erster Stelle zu nennen ist Joao Almeida (UAE – Emirates – XRG), der in Spanien die ersten Schritte auf dem Weg zum anvisierten Giro-Sieg gehen wird. Im vergangenen Jahr belegte der Portugiese hinter seinem  Teamkollegen Brandon McNulty den zweiten Platz der Gesamtwertung.Der US-Amerikaner ist diesmal ebenfalls chancenreich mit dabei, der Österreicher Felix Großschartner verleiht UAE zusätzliche Schlagkraft

Stark einzuschätzen sind auch die Italiener Antonio Tiberi und Damiano Caruso (beide Bahrain Victorious), Evenepoels Landsmann Cian Uijtdebroeks, der erstmals für Movistar startet, und der Brite Tao Geoghegan Hart (Lidl – Trek). In möglichen Sprintankünften wird es Marit in erster Linie mit Mads Pedersen (Lidl – Trek) und Biniam Girmay (NSN) zu tun bekommen.

Neben Herzog und Zwiehoff sind vier weitere Deutsche am Start: Moritz Mauss aus der UAE-GenzZ erhält nach der Mallorca Challenge eine weitere Bewährungschance bei den Profis, Michel Heßmann unterstützt bei Movistar seinen Kapitän Uijtdebroeks. Nikias Arndt wird bei Bahrain ebenso Helferdienste übernehmen wie Kim Heiduk (Ineos Grenadiers) bei seiner Saisonpremiere. 

Die Strecke:

Der Auftakt der Rundfahrt könnte zu einer Angelegenheit für die Sprinter werden, auch wenn die 1. Etappe fast ständig bergauf- und bergab führt und mit dem Alto de los Madronos im letzten Teil des Rennens noch ein anspruchsvoller Anstieg wartet.

Es folgt das 17 Kilometer lange Einzelzeitfahren, in dem das Klassement bereits deutliche Konturen bekommen dürfte. Das umso mehr, als auf dem Weg von Carlet nach Alginet einer technisch anspruchsvollen ersten Phase zur Rennmitte ein etwa drei Kilometer langer Anstieg folgt, von dessen höchstem Punkt eine lange Abfahrt in Richtung Ziel folgt.

Auf der 3. Etappe geht es nach flachem Beginn im letzten Teil bergig zu, ehe dann aber wieder eine längere Abfahrt zur Etappenankunft in San Vincent Del Raspeig ansteht. Die folgende Königsetappe weist nicht weniger als fünf kategorisierte Anstiege und insgesamt 3.300 Höhenmeter auf. Die Fahrer müssen unter anderem den Alto del Miserat (1. Kat.), den Puig de la Lornca (1. Kat.) und am Ziel die bis zu 22 Prozent steile Muro del Pou bewältigen.

Am Schlusstag warten nochmals zwei kategorisierte Anstiege, doch vom Gipfel des zweiten, dem Puerto del Garbi (1. Kat.), geht es über 40 Kilometer zunächst bergab und schließlich flach nach Valencia hinein, wo es zu einer finalen Sprintankunft kommen sollte.

Übertragen wird die Valencia-Rundfahrt täglich live ab 15.30 Uhr auf HBO Max und ab 16.15 Uhr auf Eurosport 2.

Das Streckenprofil der 1. Etappe der Valencia-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

 

Das Streckenprofil der 2. Etappe der Valencia-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

 

Das Streckenprofil der 3. Etappe der Valencia-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

 

Das Streckenprofil der 4. Etappe der Valencia-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

 

Das Streckenprofil der 5. Etappe der Valencia-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

 

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