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04.02.2026 | (rsn) – Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) ist einer der komplettesten Profis und einer der weltbesten Klassikerspezialisten. Allerdings gewann der Belgier in seiner bisherigen Karriere erst eines der fünf Monumente: Mailand –Sanremo 2020, das in jenem Jahr wegen der Corona-Pandemie in der August verlegt worden war. Ausgerechnet bei der heimischen Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix, fährt van Aert bisher einem Sieg aber vergebens hinterher.
In den vergangenen Jahren war er van Aert vor allem gegen die beiden Überflieger Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) und Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) chancenlos. Hinzu kam Verletzungspech, das ihn 2024 etwa die gesamte Klassikersaison kostete. In der vergangenen Saison wurde er beim Flandern-Roubaix Double jeweils Vierter, allerdings mit deutlichen Rückständen auf die Gewinner Pogacar und van der Poel.
Obwohl er es auch in der Saison 2026 wieder mit diesem Duo zu tun bekommen wird und ihm mit 31 Jahren so langsam die Zeit davonläuft, hat van Aert einen kompetenten Fürsprecher: Patrick Lefevere ist davon überzeugt, dass sein Landsmann die beiden Monumente gewinnen kann. “Selbst mit Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel am Start“, sagte der langjährige Teammanager von Soudal – Quick-Step, das einst das beste Klassikerteam der Welt war, mittlerweile aber ebenfalls bei den großen Eintagesrennen ins Hintertreffen geraten ist.
“Körperlich ist Wout wirklich stark, und mental ist er ein Monster“, begründete Lefevere im Podcast der französischsprachigen Zeitung “La Dernière Heure“ seine Prognose und nannte als ein Beispiel die Schlussetappe der Tour de France 2025, als van Aert mit einer Attacke am Montmatre Pogacar und alle anderen Konkurrenten abhängte, um sich seinen insgesamt zehnten Tagessieg bei einer Frankreich-Rundfahrt zu sichern.
Aufgrund seines Sturzes Anfang Januar beim Zilvermeercross in Mol, bei dem er sich einen Knöchelbruch zugezogen hatte, verläuft die Vorbereitung auf die Klassikersaison allerdings ber nicht nach Plan. In einem anderen Podcast, “Live Slow Ride Fast“ von Laurens ten Dam und Stefan Bolt erklärte van Aert vergangene Woche, dass die Schwellung in seinem Knöchel zwar zurück gehe und er sich “immer mehr wie ein normaler Mensch“ fühle.
Dennoch behindere ihn die Verletzung immer noch. “Gehen ist fast wieder normal, und auf dem Rad kann ich nach den Kurven wieder etwas mehr Tempo machen. Es ist wirklich nur noch die letzte Bewegung meines Knöchels, die schmerzt. Und ich kann noch nicht mit voller Geschwindigkeit sprinten“, so van Aert, der hofft, rechtzeitig zum Openingsweekend am 28. Februar beim Omloop Het Nieuwsblad am Start stehen zu können.
Dort könnte er auf seinen langjährigen Gegner van der Poel treffen, der nach seinem achten WM-Titel im Cross eine kurze Pause einlegt und möglicherweise sein Debüt beim Omloop geben wird.
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