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02.01.2026 | (rsn) – Mit einer großen Enttäuschung und blutendem Knie endete in Mol für Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) der dortige Zilvermeercross. Nachdem er sich bei heftigem Schneetreiben ein packendes Duell auf Augenhöhe mit Weltmeister Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) geliefert hatte, stürzte der Belgier in einer Kurve zweieinhalb Runden vor Schluss und musste kurz darauf am Materialposten das Rennen aufgeben.
Dabei wollte van Aert sich zunächst wieder auf das Rad setzen, doch zuvor schon konnte er die Laufpassagen nur humpelnd bewältigen und sah schließlich die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens sein. Über die Schwere seiner Verletzungen liegen zunächst noch keine genauen Informationen vor. Bemerkenswert: In den zuvor 239 Crossrennen seiner Karriere hatte der 31-Jährige immer das Ziel erreicht.
“Er konnte das Rennen nicht beenden, weil sein Knöchel stark schmerzt“, erklärte Visma-Sportdirektor Jan Boven später der versammelten Presse. “Sein Knie hat zwei kleine Schürfwunden. Aber der Knöchel schmerzt am meisten. Er ist mittlerweile so stark angeschwollen, dass wir ihn ins Krankenhaus bringen müssen, um weitere Untersuchungen durchführen zu lassen“, fügte Boven an.
In Mol ging van Aert auf einem Kurs, der seinen Qualitäten besonders gut lag, schon früh in die Offensive und setzte van der Poel mit hohem Tempo unter Druck. Nach einem Fehler in der dritten Runde musste er van der Poel zwar an sich vorbeilassen, doch der Kampf war noch längst nicht entschieden.
In der vierten Runde gelang es dem dreimaligen Weltmeister, den Rückstand von zwischenzeitlich 15 Sekunden auf den siebenmaligen Titelträger zu verkürzen, nachdem van der Poel in einer Kurve gestürzt war. Anschließend entbrannte ein erbitterter Kampf um den Sieg, in dem van Aert die besseren Karten zu haben schien. Doch nach dem schweren Sturz zweieinhalb Runden vor Schluss war das Rennen für ihn gelaufen – mit einer blutenden Knieverletzung musste van Aert am Materialposten erstmals in seiner Laufbahn ein Crossrennen vorzeitig beenden.
Der 30-jährige van der Poel dagegen sicherte sich schließlich souverän seinen insgesamt fünften Sieg in Mol, womit er nun alleiniger Rekordhakter vor van Aert ist.