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04.02.2026 | (rsn) – Im vergangenen Jahr hatten nicht weniger als zehn Teams aus der WorldTour für den Étoile de Bessèges (2.1) gemeldet. Zur heute in Bellegarde beginnenden 56. Ausgabe der fünftägigen Rundfahrt durch Südfrankreich können die Organisatoren aber nur noch vier Erstdivisionäre begrüßen. Zwar kommen mit Cofidis und Pinarello – Q36.5 zwei starke ProTeams dazu – doch insgesamt werden am Mittag nur 16 Mannschaften und damit fünf weniger als 2025 das Rennen in Angriff nehmen.
Der Grund für das massiv gesunkene Interesse: Im vergangenen Jahr sorgten zahlreiche gefährliche Situationen für scharfe Kritik der Rennställe. Nachdem sowohl auf der 2. als auch der 3. Etappe unerlaubte Automobile auf der Strecke unterwegs waren, hatten sich neun der ursprünglich 21 Teams unter Protest aus dem Rennen zurückgezogen, darunter auch Red Bull – Bora – hansgrohe und Soudal – Quick-Step. Beide verzichteten in diesem Jahr auf die Teilnahme.
Aus der WorldTour dabei sind lediglich die französischen Equipes Decathlon – CMA CGM und Groupama – FDJ United sowie aus Belgien Lotto – Intermarché und Alpecin – Premier Tech, das mit Henri Uhlig den einzigen Deutschen im Feld stellt.
“Es war wirklich gefährlich“, erinnerte sich nun Jürgen Foré, CEO von Soudal - Quick-Step, gegenüber Het Nieuwsblad an die Geschehnisse des vergangenen Jahres. “Das sind Vorbereitungsrennen; man fährt sie natürlich, um zu gewinnen, aber vor allem auch, um einen Wettbewerbsvorteil zu bekommen. Sich davon zurückziehen zu müssen, ist wirklich frustrierend.“
Obwohl sein Team diesmal nicht dabei ist, sei er froh, “dass es das Rennen noch gibt und ich würde eine Rückkehr in der Zukunft nicht ausschließen. Aber ich denke, die Organisatoren solcher kleineren Rennen sollten ihr Konzept überdenken“, so Foré, der konkret vorschlug, die Etappen auf kürzeren, lokalen Rundkursen auszutragen. “So wird es überschaubarer. Die Organisation von Etappen von A nach B erfordert viel Personal: Fahrer, Streckenposten … Das ist für eine kleine Organisation nicht immer machbar.“
In diesem Jahr versuchen sich die Organisatoren aber noch mit dem bekannten Konzept, einer Mischung aus flachen und hügeligen Etappen und zum Abschluss ein Einzelzeitfahren mit Start und Ziel in Ales. Im Gegensatz zu 2025, als der Mont Bouquet das Finale der 4. Etappe bildete, fehlt diesmal aber eine Bergankunft.
Nicht dabei sein wird auch Titelverteidiger Kévin Vauquelin. Der Franzose wechselte vom mittlerweile aufgelösten Arkéa-Rennstall zu Ineos Grenadiers. Die Briten haben sich wie Red Bull, Lidl - Trek und Soudal diesmal gegen einen Start entschieden.
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