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08.02.2026 | (rsn) – Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) hat am letzten Tag der 77. Valencia-Rundfahrt (2.Pro) nichts mehr anbrennen lassen und sich als erster Belgier seit Eddy Merckx 1969 die Gesamtwertung des spanischen Traditionsrennens gewonnen. Der Doppel-Olympiasieger kam auf der abschließenden 5. Etappe über 94,7 Kilometer zwischen Bétera und Valencia sicher im Feld knapp hinter einer sechsköpfigen Spitzengruppe ins Ziel, wo sich sein Teamkollege Emil Herzog um ein Haar den ersten Sieg in seiner Profikarriere gesichert hätte.
Der ehemalige Juniorenweltmeister musste sich im Sprint nur knapp dem Spanier Raúl García Pierna (Movistar) geschlagen geben. Dritter wurde der Belgier Jasper Schoofs (Soudal – Quick-Step) vor dem Spanier Adria Pericas (UAE – Emirates – XRG) und dem Norweger Sven Erik Byström (Uno-X Mobility).
Hinter dem Spanier Diego Uriate (Equipo Kern Pharma) führte der Brite Ben Turner (Ineos Grenadiers), dessen Team kurz zuvor nach Stürzen Kim Heiduk und Andrew August in der Ausreißergruppe verloren hatte, das Feld ins Ziel und wurde Tagessiebter.
“Ich bin happy, weil es gestern nicht so lief wie geplant. Ich war etwas verärgert und frustriert und deshalb haben wir entschieden, heute noch mal alles zu geben. Wir wussten, dass es heute ein guter Tag für die Ausreißer werden würde“, kommentierte Garcia Pierna seinen ersten Sieg im Movistar-Trikot.“Ich war eher darauf fokussiert zu überleben als zu attackieren und nicht nochmal auf dem Boden zu landen. Und jetzt bin ich sehr, sehr glücklich.“, so der Movistar-Neuzugang, der im Zeitfahren gestürzt war.
“Es war schon im Vorfeld ziemlich klar, dass das Rennen recht ruhig verlaufen würde. Ich bin nie in Schwierigkeiten geraten. Ich denke, wir hatten die Situation immer im Griff und sind gut ins Ziel gekommen. Am Ende war es mit dem rutschigen Asphalt und den vielen Kurven etwas hektisch, aber wir sind am Ende sicher angekommen. Das ist das Wichtigste“ kommentierte Evenepoel seinen bereits fünften individuellen Saisonsieg. Dazu kommt noch der im Teamzeitfahren im Rahmen der Mallorca Challenge, den der 26-Jährige aber nicht in seine Rechnung aufnehmen wollte.
“Ich zähle ein Mannschaftszeitfahren nicht als Einzelsieg. Sonst hätte ich schon 75 Siege oder so, statt 72. Sagen wir also, das ist mein fünfter in diesem Jahr. Aber es ist natürlich ein super Start. Ich werde versuchen, so weiterzumachen. Jetzt muss ich mich erst mal etwas erholen, und dann steht die UAE Tour schon bald an“, blickte Evenepoel auf seinen nächsten Rundfahrteinsatz voraus.
Seinen ersten Rundfahrtsieg für Red Bull – Bora – hansgrohe sicherte sich Evenepoel mit 31 Sekunden Vorsprung auf den Portugiesen Joae Almeida, dessen UAE-Team im flachen Finale nochmals das Tempo angezogen und das Feld so kurzzeitig geteilt hatte. Doch Red Bull ließ sich davon nicht überraschen, so dass auch Giulio Pellizzaris dritter Gesamtrang (+0:34) und der Sieg in der Nachwuchswertung nicht mehr in Gefahr geriet. Vierter wurde dessen italienischer Landsmann Antonio Tiberi (Bahrain Victorious / +0:36) vor dem US-Amerikaner Brandon McNulty (UAE – Emirates – XRG / +0:50), dem Gesamtsieger von 2024.
Die Punktewertung ging an Auftaktsieger Biniam Girmay (NSN), der Pole Danny van der Tuuk (Euskaltel – Euskadi) sicherte sich die Bergwertung. Red Bull - Bora - hansgrohe gewann die Teamwertung.
Relive the thrilling final kilometer of Stage 5 at the Volta a la Comunitat Valenciana and the magnificent victory by Raúl García Pierna (@Movistar_Team)!
— Volta a la Comunitat Valenciana - VCV (@VueltaCV) February 8, 2026
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Kurz nach dem Start lösten sich rund 20 Fahrer aus dem Feld. Mit dabei waren neben dem Bergkönig van der Tuuk auch die beiden deutschen Profis Kim Heiduk (Ineos Grenadiers) und Herzog, der als “Aufpasser“ für seinen Kapitän Evenepoel mit dabei war. Als im Klassement bestplatzierter der Ausreißer wies der Italiener Mattia Bais (Polti – VisitMalta) fast drei Minuten Rückstand auf, so dass sich der Gesamtführende keine großen Sorgen machen musste.
Evenepoels Helfer kontrollierten dann auch rund eineinhalb Minuten hinter den Ausreißern das Geschehen im Feld. An der Spitze holte sich van der Tuuk am Puerto del Oronet (3. Kat.)die erste der beiden Bergwertungen des Tages und konnte es sich leisten, danach die Beine hochzunehmen.
Das Streckenprofil der 5. Etappe der Valencia-Rundfahrt | Foto: Veranstalter
Herzog und Heiduk sowie dessen Teamkollege August gehörten dann zu den neun Fahrern, die 20 Kilometer vor dem Ziel noch rund 1:40 Minuten vor der Favoritengruppe lagen. Das Ineos-Duo versuchte, seine numerische Überzahl im Finale auszuspielen, wobei August, Gewinner der 3. Etappe, sich auch an der Tempoarbeit beteiligte. Obwohl sich weitere Fahrer wie Routinier Julien Bernard (Lidl – Trek) an der Spitze der Gruppe zeigten, schrumpfte der Vorsprung auf unter eine Minute.
Acht Kilometer vor dem Ziel rutschte August in einer Rechtskurve weg wodurch die Gruppe kurzzeitig aus dem Rhythmus geriet. Im Feld drückte nun UAE mächtig aufs Tempo, wodurch es sogar zu einer Teilung kam. Evenepoel im Gelben Trikot und seine Helfer waren aber aufmerksam. Dann aber erwischte es in der Spitzengruppe in einer Rechtskurve auch noch Heiduk und Bernard, so dass sich nur noch sechs Fahrer gegen das wieder größer gewordene und von Ineos angeführte Feld wehrten, um sich dann aber doch knapp ins Ziel zu retten.
Im Sprint setzte sich Movistar-Neuzugang Garcia Pierna schließlich knapp gegen herzog und Schoofs durch und konnte kurz darauf den Sieg beim Heimspiel seines Teams unter begeistertem Jubel seiner Teamkollegen feiern.
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