US-Team erhält vorläufige Mitgliedschaft

Trotz Hincapie und Julich: MPCC nimmt Modern Adventure auf

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Modern Adventure Pro Cycling bei der AlUla Tour | Foto: Cor Vos

10.02.2026  |  (rsn) – Während zuletzt immer mehr Teams die “Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport“ (MPCC) verlassen haben, geht der Zweitdivisionär Modern Adventure Pro Cycling den entgegengesetzten Weg. Der von den früheren Profis George Hincapie und Bobby Julich geleitete Rennstall hat bereits im vergangenen Oktober seine Aufnahme in die Team-Vereinigung beantragt - und wurde jetzut jedoch nur vorläufig aufgenommen, wie das MPCC in einer Pressemitteilung erklärte.

Grund dafür ist die einschlägige Vergangenheit der beiden US-Amerikaner, die vor über einem Jahrzehnt Doping zugegeben hatten. Julich, der als Profi unter anderem für Motorola, Cofidis, Telekom und CSC fuhr, gestand 2012, in der Zeit von 1996 bis 1988 mit EPO gedopt zu haben; Hincapie, bei US Postal und Discovery Channel langjähriger Edelhelfer von Lance Armstrong, gab ebenfalls 2012 zu, in seiner Karriere bis 2006 unerlaubte Mittel eingesetzt zu haben.

“Obwohl diese Ereignisse der Vergangenheit angehören, sind sie angesichts der Geschichte des Radsports und der Bedeutung der Wiederherstellung des Vertrauens in den Sport weiterhin relevant. Aus diesem Grund hat der Vorstand des MPCC weitere Recherchen durchgeführt, und Teambesitzer George Hincapie erläuterte seine Gründe für den Mitgliedschaftsantrag“, schrieb das MPCC.

Die konnten die Team-Vereinigung offensichtlich überzeugen. “Indem wir uns zu den MPCC-Standards bekennen, beweisen wir, dass saubere Athleten Höchstleistungen erbringen können und dass Glaubwürdigkeit wichtiger ist als schneller Erfolg“, wurde Richard Hincapie, der wie sein Bruder George als General Manager geführt wird, in der Pressemitteilung zitiert. "Ich möchte, dass unser Team für Integrität steht und der nächsten Generation von Radsportlern, einschließlich meines Sohnes, zeigt, dass es eine bessere Zukunft für diesen Sport gibt, den wir lieben“, so der New Yorker.

Mit ihrer Mitgliedschaft im MPCC verpflichten sich die Teams zur Einhaltung von Standards, die über die von den offiziellen Institutionen festgelegten Mindestregeln hinausgehen, “mit dem gemeinsamen Ziel, die Gesundheit der Fahrer zu schützen, Fairness zu gewährleisten und die Glaubwürdigkeit des Radsports zu wahren“, so das Mouvement Pour un Cyclisme Crédible. “Das MPCC wird diese Mitgliedschaft genau überwachen, um sicherzustellen, dass diese Verpflichtungen in der Praxis eingehalten werden“, betonte die Team-Vereinigung.

Das MPCC besteht nunmehr aus sieben World-, 14 Pro- und 13 Kontinental-Teams umfasst. Dazu kommen insgesamt 13 Frauen-Rennställe.

Das aus 21 Fahrern bestehende Team Modern Adventure – zwölf davon aus den USA – hat in dieser Saison bereits die AlUla Tour bestritten und darüber hinaus auch schon einen Sieg vorzuweisen: Anfang Februar holte sich der ehemalige EF-Education-Profi Stefan de Bod in seiner südafrikanischen Heimat den Zeitfahrtitel, kurz nachdem er die AlUla Tour auf Rang vier beendet hatte.

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