Heimsieg bei der Figueira Champions Classic

Morgado schlägt Aranburu und feiert Titelverteidigung

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Antonio Morgado (UAE – Emirates – XRG) hat die Figueira Champions Classic gewonnen. | Foto: Cor Vos

14.02.2026  |  (rsn) – Die Nummer 1 auf dem Rücken, die Nummer 1 im Ziel: Antonio Morgado (UAE – Emirates – XRG) hat seinen Titel bei der Figueira Champions Classic (1.Pro) verteidigt. Der Portugiese, der damit erneut vor heimischem Publikum jubeln konnte, sprintete nach 178 Kilometern rund um Figueira da Foz den eigentlich stärker einzuschätzenden Alex Aranburu (Cofidis) ab. Das Duo hatte sich sieben Kilometer vor dem Ziel auf Initiative des Spaniers von fünf weiteren Ausreißern abgesetzt.

Neun Sekunden hinter dem Sieger und dem Zweiten erreichte Pau Marti (NSN) das Ziel. Aranburus Landsmann konnte sich im Sprint gegen den Belgier Jarno Widar (Lotto – Intermarché) durchsetzen. Auch die beiden waren Teil der Gruppe, die rund 17 Kilometer vor dem Ziel von Morgados Teamkollegen Brandon McNulty am schwierigsten Anstieg des Tages initiiert wurde. Es folgten der spanische Routinier Ion Izagirre (Cofidis) und Morgados US-amerikanischer Teamkollege Brandon McNulty (alle +0:10).

Auf die weiteren Plätzen kamen der Schweizer Marc Hirschi (Tudor), der Österreicher Felix Großschartner (UAE – Emirates – XRG) und der Kolumbianer Daniel Martinez (Red Bull – Bora – hansgrohe / alle +0:21).

Für den 22-Jährigen Morgado war es bereits der zweite Saisonsieg; er hatte bereits die Trofeo Calvia Ende Januar gewonnen. UAE – Emirates konnte bereits Saisonerfolg Nummer zehn verbuchen. “Ich bin überglücklich über den Sieg hier in Portugal. Das Team war phänomenal – seine Stärke und ihr Zusammenspiel waren beeindruckend. Wir können uns glücklich schätzen, so eine starke und motivierte Mannschaft zu haben“, sagte der erfolgreiche Titelverteidiger, der die letzten Kilometer von vorne fuhr, um dann auf den letzten Metern seinen Gegner in einem engen Sprint knapp auf Distanz zu halten.

“Ich wusste, dass Aranburu ein starkes Finish hat, aber dass ich in einem langen Sprint meine Kräfte gut einteilen kann, das hat am Ende den Ausschlag gegeben. Dieses Rennen ist etwas Besonderes für mich, vor allem, weil ich letztes Jahr schon gewonnen habe. Meinen zweiten Sieg in diesem Jahr zu holen, ist fantastisch, und ich hoffe, wir können so weitermachen, wenn wir zur Volta Algarve antreten“, blickte Morgado bereits auf die am 18. Februar beginnende Algarve-Rundfahrt voraus, bei der er gemeinsam mit seinem Landsmann Joao Almeida das UAE-Aufgebot anführen wird.

Eine aus fünf portugiesischen Kontinental-Profis bestehende Ausreißergruppe bestimmte 110 Kilometer lang die erste Phase des Rennens bis zur Einfahrt auf den dreimal zu absolvierenden Rundkurs. Pro Schleife warteten dabei zwei größere Anstiege. Am ersten (1. Kategorie) zerfiel das Konstrukt, als von hinten eine Konterattacke dazu stieß. Pedro Pinto (Efapel) konnte sich mit Cedric Beullens (Lotto – Intermarché) und Iker Gomez (Kern Pharma) als neue Spitzengruppe behaupten.

Eine Runde später drückte Red Bull – Bora – hansgrohe aufs Tempo und bereitete damit einen Angriff von Daniel Felipe Martinez vor. McNulty, Riley Sheehan (NSN) und Max Poole (Picnic – PostNL) klemmten sich ans Hinterrad des Kolumbianers. Das Quartett hatte bei noch rund 40 zu fahrenden Kilometern eine Minute Rückstand auf die Spitze und 30 Sekunden Vorsprung auf das Hauptfeld.

Kurz vor der Glocke zur letzten Runde hatten die Verfolger die Spitze dann eingeholt. Den Abstand zum Feld hatten sie zu diesem Zeitpunkt leicht vergrößert. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel, kurz vor der Überfahrt des Einser-Anstiegs, war die Lücke dann aber geschlossen. An der Spitze blieb es lange ruhig, ehe es wieder McNulty war, der in die Offensive ging. Und auch Martinez war erneut dabei. Dazu gesellten sich Morgado, Aranburu, Widar, Pau und Thomas Gloag (Pinarello – Q36.5).

Das Streckenprofil der Figueira Champions Classic | Foto: Veranstalter

Doch nur McNulty arbeitete im Wind, konnte das Feld aber trotzdem auf 20 Sekunden distanzieren. Lidl – Trek und EF Education – EasyPost arbeiteten in der Verfolgung. Und weil auch weiterhin keiner am US-Amerikaner vorbeifuhr, war die Gruppe sieben Kilometer vor dem Ziel fast wieder eingeholt. Genau das wollte Aranburu verhindern, als er in diesem Moment an der letzten Welle des Tages attackierte. Es sollte der vorentscheidende Angriff sein.

Anders als die Rennen im benachbarten Spanien blieb die Figueira Classic weitestgehend vom Wind verschont. Nur aus der Anfahrt auf den Rundkurs wurden ein paar Kilometer gestrichen. Auswirkungen auf das Rennen hatte das aber nicht. Auch unterwegs war der Wind kein entscheidender Faktor.

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