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16.04.2026 | (rsn) – Ohne Topstars wie Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG), die ehemaligen Sieger Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe), Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) und Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5) oder den Vorjahreszweiten Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) startet am Freitag der 66. Brabantse Pijl (1.Pro).
Dafür lassen die Fahrer der zweiten Reihe ihre Motoren warmlaufen, denn ihnen bietet sich die Chance, die sie in der sogenannten Ardennenwoche ab Sonntag beim Amstel Gold Race vielleicht nicht mehr bekommen werden. Dann steigen mit Evenepoel und Pidcock zumindest zwei der ganz großen Namen wieder ein.
Auf den 162 Kilometern des Pfeil von Brabant müssen zwischen Beersel und Overise zwanzig Hellinge absolviert werden, wobei zum Finale drei Runden mit jeweils vier Anstiegen anstehen.
Mit Benoit Cosnefroy (UAE – Emirates – XRG) und seinem Teamkollegen Tim Wellens, der nach seinem Sturz bei Kuurne-Brüssel-Kuurne (1.Pro) den Rennbetrieb wieder aufnimmt, sind zumindest zwei der noch neun aktiven ehemaligen Sieger dabei. Sie bekommen es unter anderem mit Tibor Del Grosso (Alpecin – Premier Tech) zu tun, der bei der NXT Classic (1.1) auf ähnlichem Terrain seinen ersten Saisonsieg feierte und danach vor allem als "Ersatzradgeber" seines Kapitäns van der Poel bei Paris-Roubaix (1.UWT) von sich reden machte.
Bei der ehemaligen Hel van het Mergelland schlug der Niederländer im Zweiersprint Mauro Schmid (Jayco – AlUla). Der Schweizer steht auch in Brabant am Start und beendete in dieser Saison erst einen seiner sieben Wettkämpfe nicht in den Top Ten. Bei der NXT Classic als Achter ebenfalls vorn dabei war Del Grossos Teamkollege Senna Remijn. Der 20-jährige Neoprofi wusste schon als Sechster der Abschlussetappe der Katalonien-Rundfahrt am Montjuic zu überzeugen. wo er bergauf zeitweise mit den Topstars mithielt.
Auch ohne seine beiden Deutschen Georg Zimmermann und Jonas Rutsch ist Lotto - Intermarché in der Breite stark aufgestellt. Jenno Berckmoes, Toon Aerts und Milan Menten dürften sich allesamt etwas ausrechnen. Bei Pinarello - Q36.5 vertritt mit Quinten Hermans ein weiterer starken Belgier seinen Kapitän Pidcock. Der ehemalige Crosser wurde in Overijse immerhin schon Sechster.
Die Franzosen, die in drei der letzten sechs Ausgaben den Sieger stellten, hoffen auf Romain Grégoire (Groupama – FDJ United), dessen Ausflüge nach Flandern nicht von Erfolg gekrönt waren. Im belgischen Teil Brabants findet er aber ein Profil vor, das ihm besser liegen sollte. Bei leichterem Rennverlauf wird auch Clément Venturini (Unibet – Rose Rockets) zu beachten sein. Der endschnelle 32-Jährige hat Ende März La Roue Tourangelle (1.1) für sich entschieden und seitdem sechs Top-Ten-Ergebnisse erzielt.
Sollte eine größere Gruppe um den Sieg sprinten, ist ganz sicher auch Brady Gilmore (NSN) zu beachten. Der Australier gewann die angesprochene Montjuic-Etappe souverän im Sprint, nachdem er sich bergauf versteckt, dann aber im Finale schadlos gehalten hatte. Auch beim schweren GP Indurain (1.Pro) fehlten dem Neoprofi auf Rang elf nur 13 Sekunden auf den Sieger Ion Izagirre (Cofidis).
Als dritter Neoprofi sei Mattia Agostinacchio (EF Education – EasyPost) erwähnt. Der 18-jahrige Italiener hat im Cross eine sehr starke erste Saison in der U23 abgeliefert und gibt am Freitag seinen Einstand als Straßenprofi.
Die deutschen Hoffnungen ruhen auf Maximilian Schachmann (Soudal – Quick-Step). Der 32-Jährige ist bisher noch nicht vom Glück verfolgt, konnte aber ein einige Male andeuten, dass die Beine mitspielen. Dafür, dass dem weiterhin so ist, spricht die teaminterne Nummer 1, die seinen Rücken beim Pfeil von Brabant zieren wird.
Schachmann wird das Rennen nutzen wollen, um Fahrt fürs Ardennentriple aufzunehmen. Auch wenn er am Freitag seine Premiere in Brabant geben wird, darf man davon ausgehen, dass die Strecke dem gebürtigen Berliner liegen wird. Einziger weiterer Deutscher am Start in Beersel wird laut vorläufiger Startliste Devo-Fahrer Moritz Kretschy (NSN) sein.
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