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18.04.2026 | (rsn) – Anna van der Breggen (SD Worx – Protime) ist beim Brabantse Pijl (1.Pro) glimpflich davongekommen. Sie wurde nicht ausgeschlossen und erhielt eine milde Strafe. Die Niederländerin war im
Obwohl die Szene deutlich im Bild war und Marianne Vos (Visma – Lease a Bike) 2022 kurz nach Einführung des Verbots in Schweden für die gleiche Fahrweise disqualifiziert wurde und ihren errungenen Sieg abgeben musste, blieb van der Breggen im Rennen, bei dem sie zunächst Adegeest neutralisierte, weil sie mit ihrer früh enteilten Landsfrau im Finale nicht mehr mitarbeiten wollte. Stattdessen zog sie im Schlussanstieg den Sprint für ihre Teamkollegin Mischa Bredewold, die Zweite wurde, an.
Das Ziel hatte die 36-Jährige einen Tag vor ihrem Geburtstag auf Position 26 erreicht. Dieses Ergebnis bleibt in den Annalen bestehen, anders als die 5 UCI-Punkte, die ihr dafür zunächst gutgeschrieben wurden. Für ihren Regelverstoß hat sie nämlich eine Gelbe Karte und 15 Punkte Abzug bekommen.
Eine Disqualifikation ist in diesem Fall laut UCI-Regelwerk nicht zwingend erforderlich, die genaue Strafe ist im betreffenden Paragraphen 1.3.008, der die zulässige Fahrposition beschreibt, nicht festgelegt. Auffällig ist insgesamt trotzdem die ungleiche Bestrafung der Athleten, die gegen die Regel verstoßen. Auch Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) kam 2023 bei der Vuelta a San Juan (2.Pro) mit einem Abzug von 15 UCI-Punkten und einer Geldstrafe von 500 Schweizer Franken davon. Eine Gelbe Karte konnte damals nicht gegen den Italiener ausgesprochen werden, da diese erst knapp ein Jahr später eingeführt wurde.