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19.08.2026 | (rsn) – In einem Zielfotoentscheid hat sich Jonathan Milan (Lidl – Trek) bei im strömenden Regen den Auftaktsieg bei der Renewi Tour (2.UWT) geholt. Um wenige Millimeter geschlagen geben musste sich in Diest nach 191 Kilometern Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM). Auch Auf Platz drei und vier kamen mit Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) und Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) Weltklassesprinter über den Zielstrich. Sam Bennett (Pinarello – Q36.5) wurde Fünfter.
“Ich bin so 200 Meter vor dem Ziel losgefahren und habe probiert, das Tempo zuhalten. Kooij kam superschnell auf und direkt nach dem Zielstrich lag er schon ein Stück vor mir. Ich war mir meiner Sache nicht sicher, aber jetzt bin ich wirklich glücklich über diesen Sieg“, freute sich ein sichtlich geschaffter Milan im Ziel-Interview. Mit seinem zwölften Saisonerfolg zog er mit Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) gleich. Öfter triumphierten dieses Jahr nur Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG, 18) und Dusan Rajovic (Solution Tech - Nippo - Rali, 14).
Der Erfolg in Diest war für den Italiener der schwereren einer. Und das lag gleich an zwei Faktoren: “Es waren schwierige äußere Bedingungen und es war ein hartes Rennen. Ich danke meine Teamkollege für ihre Unterstützung. Es war heute nicht einfach zusammenzubleiben. Aber wir haben es geschafft“, meinte Milan mit Blick auf das Wetter.
Doch auch die Konkurrenz kann sich bei der Renewi Tour sehen lassen. “Das sind superstarke Sprinter“, lobte Milan Kooij, Merlier und Philipsen. “Ich fahre gern gegen sie. Sie bringen immer das Beste in mir nach oben. Heute war es knapp mit Olav. Mal sehen, was es morgen wird. Aber erst mal genießen wir diesen Sieg.“
Niklas Behrens (Visma - Lease a Bike) war auf Platz 23 bester Deutscher. Im Klassement liegt Milan vier Sekunden vor Kooij und Ausreißer Dries De Bondt (Jayco – AlUla). Der Italienische Meister ist auch der Beste in der Punktewertung.
Lionel Taminiaux (Lotto – Intermarché), Timo Kielich (Visma – Lease a Bike), De Bondt, Carl-Frederik Bevort (Uno-X Mobility) und Quinten Hermans (Pinarello – Q36.5) lösten sich nach etwas mehr als 20 Kilometern vom Peloton, dass ihnen bis zu zwei Minuten Vorsprung gönnte. Den Goldenen Kilometer mit noch 21 zu absolvierenden Kilometern nahm das Quintett mit rund einer Minute Vorsprung in Angriff. Am besten zog sich dabei De Bondt mit sechs gewonnen Sekunden aus der Affäre. Auch Hermans konnte mit derer fünf zufrieden sein.
Eingangs der letzten 12 Kilometer stürzte am Grasbos im strömenden Regen an sechster Position liegend ein Tudor-Fahrer. Dadurch konnten sich fünf Fahrer absetzen. Dazu gehörten Florian Vermeersch (UAE – Emirates – XRG), Toms Skujins (Lidl – Trek) und Laurence Pithie, ein van-Dijke-Zwilling und Emil Herzog (alle Red Bull - Bora – hansgrohe). Arnaud De Lie (Intermarché – Lotto) schaffte zunächst als einziger noch den Sprung zum Quintett.
Das Streckenprofil der 1. Etappe der Renewi Tour | Foto: Veranstalter
Ein Teil des Feldes, bestehend aus rund 30 Fahrern, kam sieben Kilometer vor dem Ziel wieder an dieses Sextett heran. Die Spitzengruppe verteidigte da noch 20 Sekunden Vorsprung. Mit noch drei zu fahrenden Kilometern hatte sich die Situation nicht verändert, allerdings kam nun ein zweites Feld an das erste heran. Am 2-Kilometer-Banner begannen die Ausreißer sich anzugucken. Etwas mehr als 1.000 Meter später wurden sie eingeholt.
Unibet – Rose Rockets bereitete den Sprint sehr gut für Groenewegen vor – der war allerdings nirgends zu sehen. Aus dem Bauch der sprintenden Meute löste sich Milan früh, Kooij kam noch auf und letztendlich Seite an Seite mit dem Italienischen Meister über den Zielstrich. Wer gewonnen hatte, wusste zunächst niemand. Erst das Zielfoto brachte Deutlichkeit.
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