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23.08.2026 | (rsn) – Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) hat sich mit einem Etappensieg in Leuven den Gesamtsieg bei der Renewi Tour (2.UWT) gesichert. Im Sprint eines durch einen Sturz eingangs der letzten zwei Kilometer durcheinandergebrachten Feldes war er nach 184 Kilometern schneller als Luca Mozzato (Tudor) und Mike Teunissen (XDS – Astana). Filippo Fiorelli (Visma – Lease a Bike) belegte vor Alessandro Borgo (Bahrain Victorious).
Das Gesamtklassement gewann Philipsen mit 14 Sekunden Vorsprung auf Jenno Berckmoes (Lotto – Intermarché). Damit verbuchte er nach der Belgium Tour (2.Pro) den zweiten Rundfahrtsieg der Saison und seiner Karriere. Das Podium komplettierte Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM) mit 29 Sekunden Rückstand vor Teunissen und Quinten Hermans (Pinarello – Q36.5).
“Besser geht es nicht. Es war ein schwerer Tag, aber ich bin sehr zufrieden darüber , wie er zu Ende gegangen ist“, freute sich Philipsen im Ziel-Interview über seine Saisonsiege Nummer neun und zehn. “Die Mannschaft wollte den Gesamtsieg und jeder hat alles gegeben. Wir konnten das Rennen bis zum Massensprint kontrollieren – und den habe ich auch noch gewonnen.“
Philipsen war auf den fünf Etappen nie schlechter als Platz vier. “Es war sicher eine meiner besseren Wochen auf dem Fahrrad“, urteilte der Flame, der auch auf seinen zweiten Rundfahrtsieg angesprochen wurde. “Ich hätte nie gedacht, dass ich nochmal ein Klassementfahrer werden würde“, lächelte er. “Vielleicht muss ich da meine Ambitionen ändern“, fügte er an.
Emil Herzog (Red Bull – Bora – hansgrohe) war Teil einer starken Gruppe des Tages, die erst an der letzten Passage an der Wijnpers eingeholt wurde. Kim Heiduk (Netcompany – Ineos) kam mit dem ersten Teil des Feldes auf die Zielgerade und sprintete auf Platz neun.
Robert Stannard (Bahrain Victorious) und Frederik Frison (Pinarello – Q36.5) setzten sich direkt nach dem Start ab und fuhren 60 Kilometer vor dem Feld, aus dem dann Herzog attackierte. Mit mehr als drei Minuten Rückstand und Edward Theuns (Lidl – Trek) an seiner Seite machte er sich auf die Verfolgung, wobei hinter dem neugeformten Duo sich mit Dries De Bondt (Jayco – AlUla) und Hartthijs de Vries (Unibet – Rose Rockets) ein weiteres gefunden hatte.
Das fuhr mit noch 104 zu absolvierenden Kilometern zu Herzog und Theuns auf, zu viert kamen sie 69 Kilometer vor dem Ziel an die beiden Spitzenreiter heran. Die vorletzte Passage an der Wijnpers nahm das Sextett eingangs der letzten 20 Kilometer mit 30 Sekunden Vorsprung in Angriff. Im Peloton griff Florian Vermeersch (UAE – Emirates XRG) an. Es entstanden kleine Risse, die aber schnell wieder gekittet werden konnten.
Das Streckenprofil der 5. Etappe der Renewi Tour | Foto: Veranstalter
Am Keizersberg probierten Pavel Bittner (Picnic – PostNL) und Tomas Kopecky (Unibet – Rose Rockets) den Sprung nach vorn, der ihnen eingangs der letzten sieben Kilometer gelang. Die Meute lag aber nur noch 100 Meter zurück. De Vries opferte sich nun für Kopecky auf, der attackierte 5,5 Kilometer vor dem Ziel an der Wijnpers. Dem Tschechen konnte niemand folgen. Im Feld griff Berckmoes an, doch als einziger klebte ausgerechnet Jasper Philipsen an seinem Hinterrad.
Das Duo schloss an der Spitze des Hügels zu Kopecky auf, doch durch die sofort folgende Flaute kam ein Großteil des Pelotons wieder heran. Tim van Dijke (Red Bull – Bora hansgrohe) schnellte dem Feld davon und Pepijn Reinderink (Soudal – Quick-Step) fuhr 2,5 Kilometer vor dem Ziel zu ihm auf. Der Soudal-Fahrer wollte den Massensprint für Tim Merlier und kam deswegen nicht in den Wind. Das war einen Kilometer später das Todesurteil für das Duo.
Mit noch 1,8 zu fahrenden Kilometern stürzten drei Fahrer, unter ihnen Biniam Girmay (NSN). Durch die entstandene Verwirrung löset sich ein Uno-X-Fahrer, während im Peloton Risse entstanden waren. Davide Ballerini (XDS – Astana) zog den Sprint für Teunissen an, doch hinter dem spurtete Philipsen als Erster los und gegen den Belgier war kein Kraut gewachsen.
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