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21.08.2026 | (rsn) - Jenno Berckmoes (Lotto – Intermarché) hat die Königsetappe der Renewi Tour (2.UWT) gewonnen und die Gesamtführung übernommen. An der Muur van Geraardsbergen verteidigte der Ausreißer drei Sekunden auf die aus dem dezimierten Feld die heranstürmenden Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech), Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM) und Arnaud De Lie (Lotto – Intermarché).
Für Berckmoes war es sowohl der erste Saisonsieg als auch der erste Erfolg auf WorldTour-Niveau überhaupt. “Ich musste wirklich alles geben. Ich bin froh, dass Alec so ein guter Begleiter war“, lobte er Alec Segaert (Bahrain Victorious), den er am Schlussanstieg hinter sich gelassen hatte. “Ich hatte echt Angst vor ihm, denn ich weiß wie stark er ist“, konnte der Belgier noch sagen, bevor ein Bild- und Tonausfall sein Interview je beendeten.
Niklas Behrens (Visma – Lease a Bike) war im Finale als Ausreißer aktiv und machte dabei wieder eine starke Figur. Im Schlussanstieg verlor er noch einige Sekunden auf das dezimierte Feld. In dem wurde Kim Heiduk (Netcompany – Ineos) mit elf Sekunden Rückstand 19. und somit bester Deutscher.
Im Klassement liegt Berckmoes nun sechs Sekunden vor dem Besten in der Punktewertung, Philipsen, und derer zwölf vor Kooij. Erst auf dem 26. findet sich mit Pietro Mattio (Visma – Lease a Bike) der beste Nachwuchsfahrer der Rundfahrt wieder.
Einige Sturzopfer vom Vortag traten zur 3. Etappe in Celles nicht mehr an. Der Etappensieger zum Auftakt, Jonathan Milan (Lidl – Trek) probierte es zunächst, gab aber nach wenigen Kilometern auf. Der Kampf um die Spitzengruppe dauerte auch über den ersten Zwischensprint in Celles an, den sich Michiel Lambrecht (Flanders – Baloise) sicherte. Lambrecht, Julius Johansen (UAE – Emirates – XRG) und Frederik Frison (Pinarello – Q36.5) setzten sich ab.
Die Fahrer erreichten die Schlussrunde um Geraardsbergen, das Spitzentrio hatte einen Vorsprung von bis zu drei Minuten. Ruhe kehrte dennoch selten ein: Immer wieder kam es zu Stürzen und Attacken, auch Sam Welsford (Netcompany – Ineos) zählte zu den Fahrern, die das Rennen aufgeben mussten. 60 Kilometer vor dem Ziel attackierten Behrens, Lorenzo Milesi (Movistar) und Martin Svrcek (Soudal – Quick-Step) und gingen auf die Verfolgung der Spitzengruppe. 15 Kilometer später schlossen sie auf.
Das Streckenprofil der 3. Etappe der Renewi Tour | Foto: Veranstalter
Kurz darauf kam es am Fuß der Muur van Geraardsbergen zu einem heftigen Massensturz im Peloton, der zu einem Riss im Feld führte. Magnus Sheffield (Netcompany – Ineos) und Vlad van Mechelen (Bahrain Victorious) mussten aufgeben. Das führende Sextett wurde eingeholt, dafür setzten sich Berckmoes und Segaert ab. Das Feld dahinter war inzwischen auf rund 40 Fahren geschrumpft.
Das Duo erarbeitete sich einen Vorsprung von 40 Sekunden, 17 Kilometer vor dem Ziel machte sich Laurence Pithie (Red Bull – Bora – hansgrohe) auf die Verfolgung. Der Neuseeländer kam auf 15 Sekunden heran, während der Abstand der Ausreißer zum Feld unverändert blieb. Am Denderoordse Berg sechs Kilometer vor dem Ziel wurde das Tempo hinten dann erhöht, was Pithie fatal wurde. Auch die beiden Spitzenreiter verteidigten nur wenige Meter bis zum Schlussanstieg in Geraardsbergen.
Am Fuße der Muur warf Berckmoes seinen Landsmann über Bord. Der wurde vom Peloton geschluckt. Dort eröffnete De Lie den Sprint. Nur Philipsen und Kooij konnten dem zweiten Lotto-Mann folgen. Der aber konnte die Lücke zu seinem Teamkollegen nicht mehr schließen. Stattdessen sprinteten die beiden hinten ihm fahrenden Profis noch an De Lie vorbei.
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