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22.08.2026 | (rsn) - Etappensieg, Rotes Trikot – und das alles vor der eigenen Haustür. Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) konnte mit seinem Start in die Vuelta a Espana in Monaco sehr zufrieden sein. Dass das im Rahmen eines sehr technischen und mit 9,4 Kilometern kurzen Zeitfahren passierte, ist umso erstaunlicher. Und das auch noch mit dem Mini-Abstand von neun Hundertstel Sekunden auf Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step).
“Es ist ein seltsames Gefühl, das Zeitfahren in der ersten Etappe zu gewinnen, und das mit einem so kleinen Unterschied. Ich bin sehr glücklich“, sagte Pogacar nach der 1. Etappe. Die sehr gute Streckenkenntnis des Wahl-Monegassen könnte den Ausschlag gegeben haben – an einer Passage direkt vor seiner Wohnung: “Ich glaube, diese neun Hundertstel sind dort entstanden“ sagte er. “Das war der technischste Teil des Parcours. Ich gehe dort jeden Tag zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad entlang. Natürlich ist es im Rennen ganz anders, aber ich kenne diese Straßen sehr gut. Das hat mir heute sicherlich geholfen.“
Einen anderen Fahrer als sich selbst hätte Pogacar auch gerne im Roten Trikot gesehen – Joshua Tarling (Netcompany – Ineos), der wenige Tage nach dem Unfalltod seines Bruders bei der Vuelta am Start steht. Als der Slowene die Startrampe verließ, hielt Tarling noch die Bestzeit.
“Ich habe gesehen, dass Josh die beste Zeit hatte, und ich hatte wirklich gehofft, dass er heute gewinnen würde“, sagte der 27-Jährige, der aber am ersten Tag der Vuelta keine Geschenke verteilte – zumal zwischenzeitlich Hayter an seinem Landsmann vorbeizog und um ein Haar – genau genommen um neun Hundertstetl – der lachende Dritte gewesen wäre.
Für Pogacar stellt sich nun die Frage, ob er das Rote Trikot im Verlauf der drei Wochen überhaupt noch einmal abzugeben gedenkt. Der Slowene schaute zunächst auf die 2. Etappe: “Morgen wird es schon schwierig. Fahrer, die nahe dran sind, können vielleicht in die Gruppe gehen oder für Bonussekunden sprinten. Ich denke, es wird ein harter Kampf um das Rote Trikot. Morgen könnte sich in der Gesamtwertung etwas ändern.“ 2024 trug er 19 Tage das Führungstrikot, um einen Tag könnte er diesen Wert bei der Vuelta noch übertreffen.