Zweiter Sieg nach vier Jahren ohne Team-Erfolg

Pellizzari tilgt endgültig Red Bulls traurige D-Tour-Bilanz

Von Joachim Logisch aus Bad Dürkheim

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Guilio Pellizzari (Red Bull - Bora - hansgrohe) gewinnt die 3. Etappe der Deutschland Tour in Bad Dürkheim vor Isaac Del Toro (UAE - Emirates - XRG). | Foto: Cor Vos

23.08.2026  |  (rsn) - Als deutsches Team lieferte Red Bull – Bora – hansgrohe bei der Deutschland Tour (2.Pro) zuletzt eine Bilanz des Grauens ab. In vier Jahren gewannen die Raublinger keine einzige Etappe. Dafür schlugen sie nun doppelt zu. "Zweimal zu gewinnen, ist besser als einmal“, meinte ein gut gelaunter Guilio Pellizzari in der Siegerpressekonferenz.

Einen Tag nach dem Überraschungssieg seines Teamkollegen und Landsmannes Alessio Magagnotti gewann der Italiener die Königsetappe von Herxheim nach Bad Dürkheim durch eine starke Attacke mit seinem Freund Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG).

Ungefähr 40 Kilometer vor dem Ziel hatte sich das Duo, das gemeinsam in einem Haus wohnt, zusammengeschlossen. “Ich fragte Isaac, wie es ihm geht“, verriet der Red-Bull-Profi. Der Mexikaner antwortete: “Gut, lass uns etwas versuchen.“

Kurze Zeit später, im Anstieg zum Rotsteig, legte der Tour-de-France-Dritte los und schloss daraufhin zum vorher enteilten Nelson Oliveira (Movistar) auf. Pellizzari ging nicht gleich mit. "Ich kenne Isaac ziemlich gut und weiß, dass er an zwei Minuten langen Anstiegen einfach auf einem anderen Niveau fährt. Ihm direkt zu folgen, wäre ein Fehler gewesen. Deshalb bin ich mein eigenes Tempo gefahren, ohne das Risiko einzugehen, zu überziehen. Bis zur Kuppe bin ich so schnell gefahren, wie ich konnte, und in der Abfahrt bin ich wieder zu ihm aufgeschlossen“, schilderte er die entscheidende Phase der 3. Etappe.

Die letzten 35 Kilometer sind die beiden meist unter der Führung von Del Toro Vollgas gefahren. So konnte der Mexikanische Meister den bis dahin führenden Louis Barré (Visma – Lease a Bike) aus dem Blauen Führungstrikot fahren. "Ich war ziemlich müde, aber am Ende haben wir es gut hinbekommen. Ich gewann und er holte die Gesamtwertung“, brachte Pellizzari das spannende Finale auf den Punkt.

Das Triple und die Lombardei im Blick

Wenn zwei Siege besser sind als einer, wäre das Triple am Sonntag zum Abschluss in Heilbronn sicher die Krönung. Das denkt auch Pellizzari: "Es gibt noch einiges zu holen. Es wird also auch morgen wieder ein harter Tag.“

Dabei will es der Gewinner der Tour of the Alps (2.Pro) aber nicht belassen. "Wir haben noch gute Rennen in Italien vor uns, dort möchte ich stark sein. Im Moment bin ich in guter Form. Ich bin hergekommen, um meine Form zu verbessern, und es sieht so aus, als würde das funktionieren. Also versuchen wir, das bei den kommenden Rennen umzumünzen - und dann natürlich auch bei der Lombardei-Rundfahrt.“

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