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07.09.2026 | (rsn) - "Halbwegs in Ordnung" - so bezeichnete Jasha Sütterlin (Jayco - AlUla) gegenüber RSN am Sonntag in Córdoba vor dem Ruhetag der Vuelta a Espana sein Befinden. In der Aussage steckte auch manche Spur Optimismus und jede Menge Leidensfähigkeit in den vergangenen beiden Wochen. Denn Sütterlin kam bereits "nicht mit der besten Vorbereitung" in diese Spanien-Rundfahrt.
"In der ersten Woche habe ich ziemlich gelitten. Ich bin eigentlich immer als einer der Ersten abgehängt worden", sagte er. Aber ein bisschen Licht zeigt sich auch am Horizont. "Seit ein paar Tagen wird es besser. Ich war jetzt schon zweimal in der Gruppe." Auf der 10. und der 14. Etappe versuchte Sütterlin sein Glück als Ausreißer. Es waren keine ganz schlechten Entscheidungen. Auf der Sierra de la Pandera kam der Etappensieger Marco Brenner schließlich aus der Fluchtgruppe. ___STEADY_PAYWALL___
Aber ja, auch in den Fluchtgruppen gibt es immer wieder den einen oder anderen, für den es an diesem Tag besser passt als für den zweimaligen deutschen Zeitfahrmeister. Da gibt sich Sütterlin auch keinen Illusionen hin. Natürlich bleibt das Ziel weiter ein Etappensieg. "Das ist auch generell das Ziel für unser Team", betonte er. Für ihn bleibt dann noch das Ziel Einzelzeitfahren am Donnerstag in Jerez de la Frontera. Nein, einen Etappensieg hält er dort natürlich nicht für realistisch. "Aber ich gebe mein Bestmögliches und hoffe, dass ich einen guten Tag erwische und das vielleicht für eine Top 15 Platzierung reicht", sagte der Jayco-Profi.
Aber vor dem zweiten Ruhetag wirkte er auch ziemlich geschlaucht. "Die Vuelta hier ist mit einer der härtesten, die ich je gefahren bin, ist. Nummer fünf ist das jetzt bei mir. Und die Temperaturen machen natürlich auch zu schaffen." Wie kämpft der Freiburger bei mehr als 40 Grad Celsius im Wettkampf? "Na ja, man muss sich halt versuchen, so gut wie möglich runterzukühlen. Während der Etappe kaltes Wasser über Kopf und Nacken schütten und einfach versuchen, die Körpertemperatur so kühl wie möglich zu halten." Ein fast schon verzweifelter Kampf der Rennfahrer gegen die Hitze von draußen und die steigende Körperkerntemperatur.
Groß war daher die Erleichterung, als die Vuelta-Organisatoren die 15. Etappe drastisch auf 110 km verkürzten. "Ja, es war definitiv die richtige Entscheidung", lobte Sütterlin. Und trocken fügte er hinzu: "Ursprünglich waren das ja knapp 190 km. Bei der Länge und bei diesen äußeren Bedingungen wäre wahrscheinlich nur noch die Hälfte ins Ziel gefahren."
Auf der 14. Etappe war Sütterlin Teil der Ausreißergruppe. | Foto: Cor Vos
Sütterlin hätte wohl zur Fraktion der Durchhalter gehört. Zum einen, weil er Leistung bringen und seinem Team helfen will. Zum anderen muss er auch Leistung zeigen. Denn der Druck ist da. Sein Vertrag läuft zum Saisonende aus. Eine Verlängerung scheint nicht in Sicht. "Ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht. Ich bin auf der Suche. Ich hoffe, dass ich noch zwei Jahre weiterfahren kann, wenn möglich noch länger", sagt er.
Seit 2014 ist er schon Profi, kam jung ins Team von Movistar, das damals einen Höhenflug hatte mit dem Sieg beim Giro d‘Italia durch Nairo Quintana, immerhin drei Tageserfolgen bei der Vuelta und dem dritten Gesamtrang von Alejandro Valverde. An dessen Altersperformance, noch mit 42 Jahren die Vuelta durchzufahren, will Sütterlin sicher nicht herankommen. Aber mit 33 sollte auch noch nicht Schluss sein. Für den altgedienten Profi wird die Hitzeschlacht bei der Vuelta jetzt auch zu einer Art Bewerbungsfahren für einen neuen Vertrag.
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