Vorschau auf die Tour de Luxembourg 2026

Van der Poel ist bei seiner WM-Generalprobe der Top-Favorit

Von Matthias Seng

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Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) wurde bei seiner Premiere im Jahr 2024 Gesamtzweiter der Luxemburg-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

15.09.2026  |  (rsn) – Seit der Tour de France hat Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) kein Straßenrennen mehr bestritten. Der Niederländer fokussierte sich stattdessen auf das Gelände, allerdings mit mäßigem Erfolg, wie der enttäuschende 30. Platz bei der Mountainbike-WM in Val di Sole zeigte.

Nun nimmt van der Poel sein letztes großes Saisonziel in Angriff, das WM-Straßenrennen, das am 27. September in Montréal ausgetragen wird. Den Feinschliff dafür will der 31-Jährige sich bei der am Mittwoch beginnenden 86. Skoda Tour de Luxembourg (2.Pro / 16. – 20. September) holen, die er bei seiner Premiere im Jahr 2024 hinter dem Italiener Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) auf Rang zwei beendet hatte.

Das Team des Italieners hat diesmal nicht gemeldet und auch Vorjahressieger Brandon McNulty (UAE – Emirates – XRG) ist nicht dabei. Mit der Rückennummer 1 startet dafür wohl der Spanier Igor Arrieta, als Top-Favorit geht aber van der Poel in die fünftägige Rundfahrt durch das Großherzogtum – zumal er sich bei seiner Premiere vor zwei Jahren die Auftaktetappe sicherte, zweimal den zweiten Platz belegte und auf den beiden weiteren Teilstücken in den Top 6 landete.

Neben Arrieta kann das Visma-Trio Davide Piganzoli, Timo Kielich und Per Strand Hagenes dem Straßen-Weltmeister von 2023 gefährlich werden, insgesamt aber ist die Luxemburg-Rundfahrt diesmal deutlich schwächer besetzt als vergangenes Jahr, als noch Hochkaräter wie Richard Carapaz, Ben Healy (EF Education – EasyPost) oder Mattias Skjelmose (Lidl – Trek) gegen McNulty um den Gesamtsieg kämpften.

Die Fraktion der zwölf deutschen Teilnehmer wird angeführt von Zeitfahrmeister Nils Politt (UAE – Emirates – XRG), der zuletzt die Schlussetappe der Tour of Britain (2.Pro) gewann und dem auf ähnlichem Terrain in Luxemburg auch einiges zuzutrauen ist. Aus dem UAE-Development-Team erhält wie schon bei der Deutschland Tour auch Moritz Mauss eine Chance bei den Profis. 

Die weiteren deutschen Starter wie Miguel Heidemann, Roger Kluge oder Jermaine Zemke verteilen sich auf die beiden deutschen Kontinental-Teams Rembe – rad-net (6) und Lotto – Kern-Haus (4).

Bei der Streckenplanung setzten die Organisatoren auf das bewährte Konzept aus vier hügeligen Etappen und einem Einzelzeitfahren, das diesmal etwas kürzer ist als das letztjährige und über wellige 20,4 Kilometer um Ettelbruck herumführt. Die Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg wird aller Voraussicht nach wieder auf der letzten und schwersten Etappe fallen, die von Mersch nach Luxemburg Stadt führt und dort nach zwei Zielrunden am bekannten Pabeierbierg endet.

Die Etappen der 86. Skoda Tour de Luxembourg:

1. Etappe, 16. September: Luxembourg – Luxembourg, 157,7 km
2. Etappe, 17. September: Differdange – Junglinster, 167,1 km
3. Etappe, 18. September: Wiltz – Diekirch, 180,1 km
4. Etappe, 19. September: Ettelbruck – Ettelbruck, 20,4 km, EZF
5. Etappe, 20. September: Mersch – Luxembourg, 177 km

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