Behrens Achter auf 2. Luxemburg-Etappe

Van den Berg sprintet van der Poel aus dem Führungstrikot

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Marijn van den Berg (EF Education – EasyPost) hat die 2. Etappe der Tour de Luxembourg gewonnen. | Foto: Cor Vos

17.09.2026  |  (rsn) – Marijn van den Berg (EF Education – EasyPost) hat die 2. Etappe der Tour de Luxembourg (2.Pro) gewonnen. Der 27-jährige Niederländer setzte sich über 167 Kilometer von Differdange nach Junglinster im Massensprint vor dem Belgier Timo Kielich (Visma – Lease a Bike) und dem Franzosen Pierre Gautherat (Decathlon – CMA CGM) durch und übernahm mit seinem ersten Saisonsieg auch die Führung in der Gesamtwertung.

Auftaktsieger Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) musste sich dagegen hinter dem Belgier Jasper Stuyven (Soudal – Quick-Step) mit Rang fünf begnügen und das Gelb-Blaue Trikot des Spitzenreiters an seinen Landsmann van den Bergh abgeben.

Einen weiteren starken Auftritt legte der 21-jährige Eike Behrens (Lotto – Kern-Haus) hin. Der 21-Jährige sprintete auf den achten Platz sprintete und war damit bester Deutscher.

"Ich denke, das Team war super stark und hat mich in einer guten Position gehalten. Ich glaube, wir haben nie wirklich die Kontrolle verloren, weil auch Mikkel immer dabei war. Lukas Nerurkar ist einen super Leadout gefahren – genauso wie wir es heute Morgen im Bus geplant hatten. Glücklicherweise hatte ich die Beine für einen langen Sprint. Ich bin etwas zu früh losgefahren, aber ich war trotzdem gut genug", sagte van den Berg im Ziel-Interview zu seinem zehnten Sieg als Profi.

Im Gesamtklassement der fünftägigen Rundfahrt liegt van den Berg nun jeweils vier Sekunden vor den zeitgleichen Gautherat und van der Poel, der weiter die Punktewertung anführt. Neuer Spitzenreiter in der Bergwertung ist der Norweger Conrad Haugsted (ColoQuick). Der 23-jährige Gautherat behauptete den ersten Rang in der Nachwuchswertung, Visma – Lease a Bike ist bestes Team.

So lief die 2. Etappe der Luxembourg-Rundfahrt

Nach etwa 25 Kilometern konnten sich Mauro Brenner (Rembe – rad-net), Steyn van der Veen (Metec – Solarwatt p/b Mantel), Maël Guégan (CIC Pro Cycling Academy), Mats Berns (Nationalmannschaft Luxemburg) und Conrad Haugsted (ColoQuick) aus dem Feld absetzen. Der Däne Haugsted war dabei mit nur 16 Sekunden Rückstand auf van der Poel die größte Gefahr für den Spitzenreiter aus den Niederlanden. Den Zwischensprint nach etwa 30 Kilometern sicherte sich Berns.

Der Deutsche Jonas Reibsch (Lotto – Kern Haus – PSD Bank) verfolgte die Gruppe mit zeitweise nur 15 Sekunden Rückstand, konnte den Anschluss nach vorne jedoch nicht herstellen. Schnell bekam die Gruppe des Tages vom Peloton einen Vorsprung von etwa zwei Minuten zugestanden. Dahinter erhielt Alpecin – Premier Tech Unterstützung von Decathlon – CMA CGM und EF Education – EasyPost, die das Rennen für Gautheret und van den Berg kontrollieren wollten.

Am Montée de Bergdorf, etwa 50 Kilometer vor dem Ziel, attackierte das ColoQuick-Duo Joshua Gudnitz und Sebastian Nielsen. Auch andere Fahrer wie Nils Politt (UAE – Emirates – XRG) nutzten den längsten Anstieg des Tages für Angriffe, die jedoch von den drei kontrollierenden Teams problemlos neutralisiert wurden. Der Rückstand auf die Ausreißer war zu diesem Zeitpunkt auf knapp über eine Minute geschrumpft.

Das Streckenprofil der 2. Etappe der Luxemburg-Rundfahrt | Foto: Veranstalter

Haugsted führte in der Spitzengruppe nicht mehr mit. So schafften seine beiden Teamkollegen etwa neun Kilometer später den Anschluss an die Spitzengruppe. Die nun drei Fahrer von ColoQuick witterte seine Chance und sorgte für das Tempo, wodurch der Vorsprung bei der ersten Zieldurchfahrt wieder auf 1:26 Minuten anwuchs. Am nicht-kategorisierten Anstieg zum Bonussprint in Gonderange verlor dann zunächst Brenner den Anschluss, Haugsted sicherte sich die drei Bonussekunden. Die Teams der Favoriten erhöhten auf dem Rundkurs nun deutlich das Tempo.

In der technisch anspruchsvollen Abfahrt mit einigen gepflasterten Kurven attackierte Soudal – Quick-Step in fast voller Teamstärke und überraschte einige andere Mannschaften wie Lidl – Trek sowie den Gesamtführenden van der Poel. Sein Team brachte den Niederländer wieder heran, der Weltmeister von 2024 musste jedoch auch kurz selbst in den Wind. Alpecin – Premier Tech neutralisierte vor der zweiten Zieldurchfahrt alle weiteren Attacken. An der Spitze blieben währenddessen nur noch die drei Fahrer von ColoQuick übrig, die mit einem Vorsprung von knapp 30 Sekunden auf die Schlussrunde gingen.

Spätes Ausreißerduo unter dem Teufelslappen gestellt

Da zeigte sich Lidl – Trek dann sehr offensiv. Mehrere Attacken der deutschen Mannschaft sorgten auch dafür, dass die letzten Ausreißer gestellt wurden. Sören Kragh Andersen (Lidl – Trek) und Mattéo Vercher (TotalEnergies) setzten sich am Anstieg nach Gonderange ab und erarbeiteten sich schnell einen Vorsprung von 15 Sekunden. Doch auf den größtenteils flachen letzten zehn Kilometern schaffte es das Hauptfeld mit vereinten Kräften, das Ausreißerduo unter dem Teufelslappen zu stellen.

Auf der ansteigenden Zielgeraden zog Soudal - Quick-Step dann den Sprint früh an. Doch Lukas Neurekaar (EF Education – EasyPost) brachte seinen Kapitän van den Berg in eine gute Position. Der Niederländer musste 250 Meter vor dem Ziel dennoch früh lossprinten, konnte seine Gegner inklusive van der Poel jedoch trotzdem in Schach halten.

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